18. April 2014

erstmals ohne Sattel getrabt

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 14:59

Wie angekündigt, fing es mittags an, leicht zu regnen, davon ließ ich mich heute nicht beeindrucken. Barbie geputzt usw., danach bekam sie den neuen Voltigiergurt drauf, drunter eine Schabracke. Zur Feier des Tages kam das portugisische Vorderzeug dran, sie sah richtig schick aus :-). Ans Halfter clipste ich meine Zügel an, den neuen Halsring aus Sisal legte ich ihr um.

Wir gingen auf den Platz, ich lief ein paar Runden mit ihr frei, um uns aufzuwärmen. Das Aufspringen aufs Pferd habe ich mir leichter vorgestellt, allerdings war ich noch nie gut im Hochsprung. Ich kam nicht auf Barbie hoch, also benutzte ich die Aufstiegshilfe. Der Halsring war zu eng gestellt, man kann ihn verschieben, dazu braucht es aber beide Hände und ein wenig Kraft. Auf Barbie sitzend, schaffte ich es nur, eine Seite zu verschieben, der Ring war schepps – egal, benutze ich ihn halt erst nächstes mal auf ihr.

Nach ein bissi Schritt wurde Barbie hibbelig, ich ließ sie antraben und hielt mich dabei gut an den Gurtgriffen fest, die Zügel ließ ich auf den Mähnenkamm liegen. Wow, war das ein super Gefühl :-), Barbie steuerte ich verbal. Wir gingen auf den Zirkel, so genau nahm ich es nicht mit der Richtung, Hauptsache Trab. Ein bissi krampfig hielt ich mich an den Griffen fest, fand ich, ansonsten saß ich recht locker drauf, kein Klammern mit den Beinen. Die Gangart gab ich auch verbal vor, Barbie hörte super darauf, wir wechselten öfters zwischen Schritt und Trab.

Zwischendurch habe ich Barbie immer gelobt, weil sie so brav und gleichmäßig getrabt ist, das hat sie motiviert :-), auf das Kommando „Trab“ ging sie sofort in Trab. Total cool *g*, Zügel habe ich gar keine in die Hand genommen, wir schafften sogar einen Handwechsel im Trab. Ich hätte noch ewig so traben können, wollte Barbie, die auch Spaß hatte, aber nicht überlasten. Zum Schluß legte ich mich auf sie, setzte mich seitlich drauf und sprang ab.

Eine Stallkollegin, die uns zu sah, meinte, Barbie läuft doch einwandfrei, es ist kein Ticken zu sehen, und fragte, warum ich sie schone. Na ja, Barbie könnte natürlich auch ins Gelände gehen, das mache ich aber erst, wenn ich sie langsam anweide.

Barbie bekam Zusatzfutter, die Mauke-„Wunde“ rh war ziemlich dreckig, ich reinigte die Stelle mit Rivanol. Danach abgetrocknet, Lebertran-/Zinksalbe drauf gegeben und ihr einen Mullverband anlegt.

Es regnete immer noch leicht, Nepomuk geholt und schnell geputzt, ich war Feuer und Flamme aufs Traben *g*. Den Halsring hatte ich weiter gestellt, so daß ich damit gut lenken konnte. Nach ein bissi Schritt auf dem Platz trabte ich ihn an, normalerweise ist er im Trab immer ziemlich flott unterwegs. Heute lief er sehr ruhig und entspannt, ich hielt mich fest, er lief freiwillig linker Hand auf dem Zirkel. Auf mein Kommando „Schritt“ blieb er sofort stehen, er ist ein Lauser 🙂 – natürlich weiß er den Unterschied zwischen „Schritt“ und „Halt“.

Ihn mit Halsring steuern, klappte schon ganz gut, wir ritten Volten, danach geradeaus. Auf die rechte Hand, seine schlechtere, bekam ich ihn nicht nur mit Halsring, also kurz den Zügel zu Hilfe genommen und getrabt. Zirkel war vorgesehen, ehe ich mich versah, wechselte er auf die linke Hand – aus dem Zirkel wechseln kann er perfekt *g*. Ich trabte viel mit ihm, nur ein mal wurde er ein wenig schnell, ich sagte ihm „langsam“ und er folgte – sehr brav!

Meine Hände lockerte ich mal von den Griffen, dadurch saß ich nicht mehr sehr entspannt auf Nepomuk, sondern hopste ein wenig – na ja, Aussitzen war noch nie meine Stärke. Mit Festhalten klappte es aber super, ich muß das nun halt weiter üben. Meine Angst, daß ein Hafi das Rennen anfängt und ich ihn ohne Zügel nicht stoppen kann, war heute völlig weg. Die Zügel habe ich auch nicht vermisst, fühlte mich mit meinen Griffen zum Festhalten völlig sicher.

Das hat riesig Spaß gemacht :-), vielleicht traue ich mich bald mal zu galoppieren. Mit Barbie eher nicht wegen ihrer Hufe, außerdem bin ich mit ihr noch nie auf auf dem Platz galoppiert. Nepomuk galoppiert ja super brav auf dem Platz, auf ihm könnte ich das probieren.

Beide Hafis haben es ja früher gehasst, auf dem Platz geritten zu werden, dank meiner Variationen mögen es beide nun gerne :-). Mit Halsring reiten bedeutet ja hauptsächlich Kopfarbeit, der Hafi muß auf meine Gewichtshilfen achten. Es gibt kein am Zügel reiten, das Pferd läuft, wie es ebend läuft, ich gebe Richtung und Gangart an. Barbie und Nepomuk sind mit Spaß dabei, es ist kaum Treiben nötig, schon gar keine Gerte – langsam wachsen wir zusammen :-).

Ich bin total begeistert, wie toll beide mitarbeiten, nur mit Halsring ins Gelände wird aber vorerst nix. Vielleicht im Winter, wenn es kein Gras zu stibitzen gibt, bis dahin müssen wir aber noch viel üben. Am Sonntag wird am Platz weiter geübt, ich freue mich drauf :-).

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