23. April 2014

flotter Ausritt mit vier Isländern

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 19:07

Prima Wetter heute. 21 Grad und Sonne, erst habe ich Barbies Hufe bearbeitet, dazu später.

Ein paar Stallkolleginnen kamen, ich fragte, ob ich mit ausreiten kann, sie waren einverstanden. Zu sechst zogen wir los ins flache Gelände, eine Reiterin trennte sich von uns, zu zweit verabschiedeten wir sie, daher hingen wir den anderen 3 Isis ca. 40 m hinterher. Wir standen an dem langen Wiesenweg Richtung Wald, plötzlich galoppierten die drei vorne im flotten Tempo los.

Wir zwei galoppierten hinterher, Nepomuk wollte natürlich aufschließen. Ich ließ ihn laufen – ich glaube, so schnell bin ich mit ihm noch nie galoppiert :-). Die drei Isis vorne gaben auch gut Gas, Nepomuk schloss auf und überholte einen Isi. An den zwei Führenden wollte er auch vorbei, da hatte ich aber was dagegen und bremste ihn – geht ja nicht, daß er das Feld von hinten aufrollt.

Mit den Isi-Reiterinnen war ich noch nie im Gelände, alle sehr locker und entspannt, sie lassen ihre Isis auch mal ziemlich laufen – passen also zu mir und Nepomuk :-). Im Wald wurde flott länger getöltet, mit Nepomuk bin ich schnell getrabt, für ihn kein Problem, aber für mich. Obwohl ich in den Steigbügeln stand, kam ich irgendwann außer Puste, also habe ich Nepomuk in den Stand durchpariert.

Es geht ja nicht, daß alle durchparieren, nur weil ich kaum mehr Luft bekomme, die Isis zogen davon. Nepomuk machte das nicht nervös, er ist kein Kleber, nachdem ich ein paar mal ruhig durchgeatmet und 2 Min. gewartet hatte, galoppierten wir hinterher. Ziemlich schnell, muß ich zugeben, langsam hätte Nepomuks Geduld wohl zu sehr strapaziert. Wir waren wieder bei den Isis, im Schritt ging es weiter, wir trennten uns dann.

Ich ritt mit einer Stallkollegin Richtung Heimat, sie töltete noch ein wenig auf Schotter, ich ritt Trab, bis ich nicht mehr konnte, und galoppierte dann relativ langsam. Nepomuk läuft barhuf auf jedem Boden jedes Tempo, allerdings galoppiere ich normal nicht mit ihm auf Schotter. Als wir aus dem Wald raus kamen und ein Wiesenweg Richtung Stall folgte, meinte die Stallkollegin, wir könnten nochmals „gehen“, ich als Erster. Also Nepomuk angaloppiert, er gab wieder Gas, wir flitzen davon. Eine 90-Grad-Kurve stand an, ich versuchte, Tempo zu drosseln, was mir auch gelang, konnte ihn aber nicht in den Trab parieren.

Seit ich auf der Ovalbahn im Galopp mit Nepomuk gestürzt bin, mag ich mit ihm keine Kurven mehr im flotten Galopp reiten, irgendwie habe ich von dem Sturz ein kleines Trauma davon getragen. Nepomuk nicht, also bretterten wir im Galopp um die Kurve *seufz* – ich glaube, nun habe ich mein Trauma überwunden :-). Ein wenig hob es mich bei der Kurve aus, dabei verlor ich einen Steigbügel, fand ihn aber schnell wieder. Nepomuk wurde langsamer, noch weit vor der Teerstraße konnte ich ihn locker durchparieren – braver Bub :-). Meine Stallkollegin ist gar nicht mit galoppiert, sondern hat getöltet, ich hielt daher Nepomuk an, um auf sie zu warten.

Stehen im Gelände ist nicht Nepomuks Stärke, er hampelte ein wenig rum, ich drehte ihn um, dann mußte er ca. 5 Min. stehen – das klappte :-). Gemeinsam ritten wir dann im im Schritt bzw. Nepomuk im langsamen Trab am langem Zügel zum Stall. Der Isi ging einen schnellen Schritt, Nepomuk geht einen langsameren, um die Pferde nebeneinander zu halten, trabte Nepomuk von sich aus langsam.

Wir waren fast 1,5 Std. unterwegs, Nepomuk und mir hat es riesig Spaß gemacht :-). Er war ja schon lange nicht mehr im Gelände und hat auf dem Platz immer prima mitgearbeitet, den flotten Ausritt heute hatte er sich mehr als verdient. Die netten Stallkolleginnen sind genauso relaxt mit ihren Isis unterwegs wie ich mit meinen Hafis, da gibt es keine Vorschriften. Jeder reitet, was er möchte, jeder ist für sich selbst und sein Pferd verantwortlich.

Nepomuk hatte ziemlich geschwitzt, ich habe ihn mit warmen Wasser abgewaschen, abgezogen und gab seine Abschwitzdecke drauf. Die tauschte ich, als er im Stall stand, mit einer sauberen Ekzemerdecke. Ich glaube, er war ein bissi müde nach dem Ausritt, kein Wunder, er war ja schon lange nicht mehr so flott draußen unterwegs.

Barbie hätte diesen Ausritt selbst mit Schuhen vorne nicht mitgehen können, auf Schotter mit ihr galoppieren ist ein no go. Das Tempo wäre auch viel zu hoch für sie gewesen, da sie völlig untrainiert ist. Eine sehr liebe neue Stallkollegin hat einen älteren Isi mit ähnlichen Hufproblemen wie Barbie, er trägt vorne auch Schuhe. Sie reitet bevorzugt Wiesenwege und nicht sehr lange aus, evtl. schließe ich mich ihr mal mit Barbie an.

Barbie mußte heute die Vorderhufe auf den Bock stellen, das hat sie sehr gut gemacht. Rechts vorne seitlich vorgestern und heute, die Bullnase ist weg :-). Die hohle Wand ist so gut wie geöffnet, medial könnte ich die Wände noch ein wenig strecken. Die Sohle rv, innen hat sich wieder Tragrandüberstand gebildet, ich werde den wegnehmen und die Trachten kürzen. Das Loch in der Zehe heute, medial sieht man den Ausgang der hohlen Wand.

Mit links vorne bin ich noch nicht ganz zufrieden, da muß ich die Zehenwand noch weiter strecken. Die Sohle, das schaut nun fast aus wie ein normaler Huf :-). Links hinten habe ich Tragrand + Trachten gekürzt, auf den Bock stellen wollte Barbie diesen Huf nicht. Also im aufgehobenen Zustand die laterale Wand ein wenig nach Gefühl gestreckt und berundet.

Barbie durfte ca. 7 Min. Gras fressen, da die Sonne schien, war mir mehr zu gefährlich. Bedeckt oder Regen ist in Sachen Fruktan ungefährlicher, tagsüber Sonne und kalte Nächte dagegen bedeuten hohe Rehegefahr. Morgen (Regen angesagt) gehe ich mit ihr zu ihrer Lieblingswiese außerhalb des Stalls, wir werden einen kleinen Umweg nehmen, so daß sie insgesamt ca. 20 Min. auf Asphalt laufen muß. Ihre Hufe haben trotz viel harten Bodens im Stall zu wenig Abrieb, sonst müßte ich nicht alle 2 Wochen den Tragrandüberstand wegnehmen.

Die Hufe der Hafis wachsen derzeit enorm, Nepomuk hat vorne ebenfalls enorm Tragrandrandüberstand, mal sehen, ob ich den morgen runter nehme.

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