19. Mai 2014

nach 3 Monaten wieder alleine mit Nepomuk im Gelände

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 16:36

Bei Barbie war heute rund um die Kastanie links hinten alles blutig, mit dem Nipper habe ich beide Kastanien hinten gekürzt, lh Jod aufgesprüht. Als das ein wenig getrocknet war, gab ich Bepanthen drauf und machte ihr eine Mullbinde drüber. Barbie hat schon immer ziemlich große Kastanien, bei ihr fallen die nie ab wie bei Nepomuk. Ich werde Schweineschmalz besorgen und das drauf tun, dann fallen die Kastanien von selber ab.

Sie steht hinten mE zu eng, lh ist ihr schiefes Bein, den Huf setzt sie zu weit unter den Körper. Der kommt sich dann mit rh ins Gehege, den sie aufgrund des Abszesses auch zu weit nach innen aufsetzt.

Barbie lief heute etwas vorsichtig, die Stallkollegin und ich waren uns einig: sie ging fühlig. Das liegt vermutlich am Gras, ich habe überlegt, ob ich ihr die Epis vorne anziehen soll. Durch das warme Wetter und die Feuchtigkeit, die jeder Huf abgibt, würden die Bakterien aber explodieren, also blieb sie barhuf. Solange die hohle Wand rv leicht medial noch nicht weggebrochen ist, werde ich keinen Beschlag kleben, ich muß das Loch ja spülen.

Na ja, nachts auf Gras läuft sie weich, tagsüber im Stall steht sie eh die meiste Zeit. Da muß sie jetzt durch, Priorität hat, die Keime in Schach zu halten, damit sich nicht wieder ein Abszess entwickelt. Sobald alle hohlen Wände komplett rausgewachsen sind, käme evtl. auch ein genagelter Beschlag in Frage, falls sie den geklebten immer wieder verlieren solle.

Jeder Hafi bekam heute eine Schaufel normale Heucobs und eine mit den Eiweiß reduzierten, insgesamt ca. 1 kg. Ein bissi Equigard bekam Barbie direkt dazu, Nepomuk bekam seines nach dem Reiten (die Heucobs vorher). Das AlpenGrün Mash ist mE besser, um die Heucobs etwas schmackhafter zu machen, werde einen Sack bestellen.

Nepomuk hatte den Schopf gescheuert und die Ohren :-(, er wurde geputzt und behandelt, während er Heucobs fraß. Ich überlegte hin und her, ob ich mit ihm rausgehen sollte, das letzte mal war ich am 24.02.2014 alleine mit ihm im Gelände. Angst hatte ich nicht, befürchtete aber, daß das ein Kampf wird, weil er alleine öfters mal versucht, umzudrehen und heim zu rennen.

Ich gab mir einen Ruck :-), Wanderreitsattel drauf und LG-Zaum, es ging ins Hügelige. Den Berg rauf führte ich nur kurz, bin ja faul *g*, aufsteigen im Gelände ist ja kein Problem. Anfangs zickte er hin und wieder und wollte umdrehen, ich paßte auf und wenn er stur wurde, gab es eine mit der Gerte. Auf Diskussionen mit ihm ließ ich mich nicht ein, gleich am Anfang durchgreifen bringt am meisten.

Wir bogen links in einen Wiesenweg ab, seine Versuche, Gras zu fressen, unterband ich soweit als möglich. Das letzte Stück trabten wir, er schlich dahin und wartete wohl auf eine Gelegenheit, mich auszutricksen und umzudrehen, ich paßte aber auf. Auf Asphalt ging es um Häuser und an einem Kindergarten vorbei, wo die Kleinen im Garten toben – sowas stört Nepomuk nicht.

Es kam ein schöner längerer Wiesenweg, ideal für Galopp, allerdings hat er eine kleine Kurve. Ich trabte erst mal ein Stück, Nepomuk versuchte umzudrehen und wurde bockig, als ich ihn nicht ließ. Er bekam eine mit der Gerte, manchmal geht es bei ihm leider nicht anders. Ich galoppierte ihn an, als wir zu der leichten Linkskurve kamen, war geradeaus eine abgemähte Wiese, das Gras lag zum Trocknen drauf.

Die Kurve schaffte ich nicht mit ihm, Nepomuk stellte auf stur und galoppierte flott die Wiese hoch Richtung Wald. Ich dachte mir, hoffentlich sieht uns niemand, Bauern mögen sowas nicht. Allerdings lag das gemähte Gras lose umeinander und Nepomuk ist nicht beschlagen, er beschädigt also bei trockenem Boden die Wiese nicht. Am Waldrand konnte ich ihn problemlos durchparieren, wir ritten in den Wald, dort war es angenehmer bezüglich der Viecher, die bereits ziemlich nervig sind.

Eigentlich sollte auf man Wiesen, die man vorher nicht auf Löcher usw. untersucht hat, nicht galoppieren. Sowas ist immer ein Risiko, vor allem bei einer Wiese, wo das gemähte Gras lose drauf liegt, so daß das Pferd mögliche Löcher gar nicht sehen kann. Ich konnte es heute nicht verhindern, daß Nepomuk diese Wiese nahm, der alte Sturkopf.

Im Wald trabten wir länger, Nepomuk lief super brav, danach Schritt am langen Zügel, ich rauchte eine. Als wir aus dem Wald kamen bei Graß, gingen wir rechts die Teerstraße Richtung Heimat. Ein anderer Weg wäre auch möglich gewesen, seine Hufe brauchten aber dringend mehr Abnutzung. Nervös oder guckig war Nepomuk heute überhaupt nicht, wir wurden von Autos und Radfahrern überholt, die interessierten ihn nicht.

Wir gingen ein Stück ganz langsamen Trab, den ich so liebe, das ist wie Schweben. Danach ließ ich ihn ein langes Stück „normal“ traben, er lief langsam, gleichmäßig, ruhig, teilweise am langen Zügel – ein Traum :-). Im Gelände am langen Zügel traben und das Pferd hält das relativ langsame Tempo, obwohl es Richtung Heimat geht, macht einfach Spaß.

Auf einem Wiesenweg wäre das mit ihm nicht möglich, er galoppiert ja lieber im Gegensatz zu Barbie, die lieber trabt. Die letzten 15 Min. ging er locker und entspannt Schritt am langen Zügel, ich ritt bis zum Stall. Ein wenig hatte er geschwitzt, ich wusch ihn mit warmen Wasser ab, während er sein Equigard fraß. Ohne Decke kam er in den Stall, damit er abtrocknet. Nachdem ich aufgeräumt hatte, wurde er wieder eingedeckt samt Fliegenmaske, ich werde nun mal meine Ausreitdecke mitnehmen in den Stall.

Den Stallmeister werde ich fragen, ob ich auf abgemähten Wiesen galoppieren darf, wenn der Boden trocken ist.

Nepomuks Hufe muß ich bearbeiten, die Huftechnikerin kommt erst in ca. 3 Wochen. Da helfen keine „Schönheitsreparaturen“ mehr, die muß ich jetzt komplett gut bearbeiten. Am Mittwoch soll es bis 30 Grad werden, da werde ich Schweife waschen und Nepomuks Vorderhufe bearbeiten, zum Reiten ist das zu heiß. Seine Hinterhufe mache ich am Freitag oder Sonntag, hilft ja nix.

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