21. Juni 2014

Wassertraining mit Barbie und Nepomuk

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 16:14

Da meine RB morgen Nepomuk reitet und Barbie immer noch lv leicht lahmt, beschloss ich heute, daß wir Wassertraining machen. Mit der höllisch lauten elektrischen Luftpumpfe blies ich das Planschbecken auf und trug es zum Reitplatz. Die meisten Pferde hatten Angst vor meinem kleinen Pool und galoppierten flugs auf den Paddock, um sich davor in Sicherheit zu bringen.

Am Reitplatz kehrte ich den Sand gerade und machte Steine weg, plazierte das Planschbecken und ließ Wasser rein. Die Hafis geholt, Halfter drauf, mit Nepomuk ging es los. Ich hatte mir vorgestellt, daß er sich alles ansieht und dann problemlos durchs Wasser läuft, weit gefehlt. Er beschnupperte alles und trank erst mal, einen Huf wollte er nicht ins Wasser setzen. Es hatten sich einige Zaungäste eingefunden, die interessiert verfolgten, wie die Hafis sich anstellten.

Mit Mohrrübenstücken oder Heucobs lockte ich ihn, sein Hals wurde immer länger (gute Dehnungsübung), einen Huf ins Wasser setzen wollte er aber nicht. Lieber ging er um den Pool rum, um sich sein Leckerchen abzuholen, dafür gab es aber nix. Irgendwann war doch mal ein Huf 1 Sek. im Wasser, blitzschnell zog er ihn wieder raus. Ich stand mit Gummistiefeln im Wasser und spritzte rum, Nepomuk stand draußen und scharte mit einem Huf. Er näherte sich wieder dem Wasser und trat auf den Rand, großes Lob, mit beiden Hufen reinsteigen wollte er nicht.

Das Wasser war natürlich schnell braun durch den Sand, den ich durch meine Stiefel einbrachte, vielleicht hatten die Hafis deswegen so Angst davor.

Barbie geholt, sie war äußerst mißtrauisch und blieb bereits 1 m vor dem Pool stehen. Ich habe sie näher rangelockt, irgendwann stellte sie einen Huf ins Becken, erschrak und sprang 3 m rückwärts weg. Meine mutige Barbie so ein Angsthase – gibts ja gar nicht, dachte ich. Abwechselnd habe ich mit Nepomuk und Barbie weiter einzeln geübt, der andere fraß derweil Gras vom Rand.

Wir kamen auf keinen grünen Zweig, vielleicht waren die Anforderungen zu hoch? Also kippte ich das Wasser aus, auf dem Sand bildeten sich Pfützen. Nepomuk durchlief die relativ problemlos, Barbie stellte sich an. Ich wurde ein bissi strenger mit ihr, so muß sie sich auch wieder nicht anstellen. Sie ging dann mit durch die Lacken, großes Lob, danach klappte das problemlos.

Nepomuk geholt und ihn aufgefordert, mit mir durch den leeren Pool zu gehen. Erst trampelte er ein wenig auf dem Rand rum, dann lief er über den schepps liegenden Boden – na also, geht doch :-). Ich legte das Planschbecken wieder gerade hin und er lief mit mir problemlos durch, großes Lob, er war erlöst *g*.

Barbie geholt, ich lief durch den Pool, sie seitlich daran vorbei. So war das nicht gedacht, ich nahm den Strick kürzer und paßte auf, daß sie direkt hinter mir lief. Und schwupps ging sie mit mir durchs Planschbecken, Wendung, gleich nochmal, alles super :-). Lob und fertig, wir haben die Trainingseinheit mit einem positiven Erlebnis beendet.

Nächstes mal übe ich zuerst, durch den Pool ohne Wasser zu gehen, wenn das klappt, mache ich ein wenig Wasser rein. Ein Schritt nach dem anderen, irgendwann laufen beide dann sicher gerne problemlos durch jedes Wasser. Wie soll ich mit den Hafis schwimmen gehen, wenn sie nicht mal in mein Mini-Planschbecken reinsteigen wollen, weil sie den Grund nicht sehen?

Barbie will ja trotz Lahmheit immer dabei sein und auch was machen, so ein Training wie heute ist dafür sehr gut geeignet. Ich könnte nächste Woche auch nochmals Luftballons mitbringen, die beide zertreten können, meine Fackeln für einen Slalom und Wunderkerzen. Auf Sand läuft Barbie besser als auf hartem Boden, mit einem Spaziergang warte ich noch, bis sie barhuf auf Rasengittersteinen lahmfrei ist.

Am Putzplatz bekamen beide ein paar Heucobs und dann das entstaubte Heu, davon waren beide nicht begeistert. Die letzten Krümel von der Heulage hatte ich mittig in den Sack gefüllt, beide schmissen mit dem Heu rum und bohrten ihre Nasen tief in den Sack, um die letzten Krümel Heulage zu ergattern.

Tja, von dem Heu habe ich 20 kg, vermutlich reicht das länger als die Heulage, weil beide daran nur ein wenig rumknabbern. Gut so, umso weniger sie fressen, umso besser. Hätten sie richtig Hunger, würden sie das Heu fressen, machen die Isis ja auch, denen ich mal etwas davon abgab.

Beide wurden behandelt, Nepomuks Haarverlust hält sich bisher in Grenzen. Die Haare am Mähnenkamm, die er sich 2013 völlig abrasiert hatte, sind noch dran, allerdings schon etwas ausgedünnt. Die Schopfhaare, die letztes Jahr verlustig gingen, sind noch dran, an der Schweifrübe haben wir Haarverluste. Da er aber sehr viele dicke Schweifhaare hat, fällt das nicht so auf, trotzdem bin ich unzufrieden.

Gestern habe ich Nepomuk einen Mähnenschutz bestellt, ich bin gespannt, wie lange der hält. Wenn es nachts länger regnen sollte, wenn die Pferde auf der Weide sind, finde ich seine Decken nicht optimal. Ich habe eine dichte Regendecke Full Neck für ihn, dadurch ist der Mähnenkamm aber nicht geschützt. In Verbindung mit dem Mähnenschutz ginge die Regendecke, es würde nur der Hals nass werden.

Eine HKM Ekzemerdecke habe ich ihm noch gekauft und ein Equi Gesichtsteil, letzteres geht im Gegensatz zu meinen bisherigen Fliegenmasken noch ein wenig über den Mähnenkamm. Die Augen sind frei, das gefällt mir nicht so gut, wir werden sehen, ob Nepomuk das taugt. Diese Maske bekommt er so leicht nicht mehr runter, mal sehen, wie lange es dauert, bis er die Ohren zerfetzt hat.

Barbie habe ich rv den Huf rund gemacht und die äußere Seitenwand berundet, den Tragrandüberstand innen habe belassen. Ich denke, den braucht sie derzeit noch, er wird sich von allene kürzen, langfristig muß ich die Trachten ein wenig kürzen. Die weg gebrochene hohle Wand habe ich mit der Drahtbürste sauber gemacht und ein wenig am stehenden Huf beraspelt, ich denke, die wächst problemlos raus.

Wenn ich mir das Foto vom 9. Juni 2014 so ansehe, bin ich entsetzt, für diese lange Zehe gibt es keine Entschuldigung. Ich bin froh, daß die HT ratzeputz die Zehen gekürzt hat, auch wenn Barbie danach lahm ging bzw. lv noch geht. Jetzt muß ich natürlich dran bleiben und dafür sorgen, daß die Zehen bei Barbie vorne nicht wieder abhauen.

Nepomuk hatte heute an drei Hufen kleine ausgebrochene Tragränder, ich habe alles „geglättet“. Eigentlich sollte das 10 Tage nach der Hufbearbeitung durch einen Profi nicht passieren, ich werde nächste Wocche seine Hufe analysieren und nachbearbeiten.

Die Flugsaurier waren heute arg, daher wurde Barbie auch eingedeckt.

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