22. Juni 2014

Klebeschalen eine Alternative für Barbie?

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 14:57

In „Mein Pferd“ las ich heute von geklebten Alu-Beschlägen und habe natürlich gleich im www geschaut, wie das funktioniert. Gefunden habe ich einen Artikel meiner Huftechnikerin zu Hippoplast Klebeschalen, den ich sehr interessant finde. Da Barbie vorne ziemlich stark schaufelt, dreht sie sich Beschläge, die per Laschen angeklebt sind, immer ziemlich schnell vom Huf. Wir benötigen also was Geklebtes, was besser hält, einen Versuch wären Klebeschalen wert.

Ein weiterer Vorteil ist, daß man an die Klebeschalen nicht nur Kunststoffbescheschläge anschrauben kann, sondern z. B. auch Alu-Eisen oder NBS. Wobei ich von Eisen für Barbie eher wenig halte, wenn ich sehe, wie „Eisen“-Pferde bei uns im Stall auf den Rasengittersteinen rumrutschen, wenn sie mal weichen müssen – das schaut fast so aus wie Schlittschuh laufen. Ein Barhuf rutscht auf keinem Boden, Kunststoffbeschläge auch nicht, daher finde ich die besser.

Ein Set mit Klebeschalen usw. sowie Hufpolster für 2 Hufe kostet bei Hippoplast EUR 66,00 zzgl. Versand, wenn das 6 – 8 Wochen hält, finde ich es nicht besonders teuer. Das sind die Materialkosten, daneben bräuchte ich noch jemanden, der die Teile korrekt anbringt. Zwei Hufe bearbeiten und dann Bekleben und Beschlag anschrauben kostet sicher ca. EUR 100,00, ich werde mich erkundigen. Wenn ich gesehen habe, wie das ein Profi macht, kann ich es hinterher vermutlich auch selber, der Profi wäre also eine einmalige Ausgabe.

Ob es jetzt allerdings Sinn macht, Barbie vorne was derartiges anzupappen, bezweifle ich. Rechts vorne ist ja bereits nach 4 Tagen Beschlag ein wenig aus dem Ruder gelaufen, am 11.06.2014 nach der Bearbeitung durch die HT sah es so aus, am 19.06.2014, als der Beschlag abgefallen war, so. Die letzte hohle Wand leicht medial muß erst rauswachsen, das dauert wohl noch ca. 6 Wochen. Wenn rv dann mal endlich wieder Tragrand in der Zehe hat, könnte man es mit Klebeschalen probieren.

Oder Barbie läuft dann im Stall derart gut barhuf, daß sie das nicht braucht – das wäre natürlich am besten :-). Wobei rv derzeit ja nicht das Problem ist, sondern sie lahmt immer noch leicht lv, ich hoffe, das bleibt kein Dauerzustand. 2012 war sie im Mai auch mal lv lahm, der TA diagnostizierte eine Hornsäule, was die Röbis bestätigt haben. Nach ein paar Wochen lief sie wieder klar, ob das Lahmen an der Hornsäule lag, kann ich nicht beurteilen. Ein Abszess war es damals jedenfalls nicht, evtl. eine Hufprellung, die nicht entdeckt wurde.

Bei Barbies kranken Vorderhufen ist es nicht einfach für einen TA, eine Diagnose zu stellen, weil sich die Symtome immer stark ähneln. Die extra dicken Sohlenpads, die ich damals für die EB RX gekauft habe, habe ich nun wieder gefunden, die sind noch gut in Schuß. Die werde ich für den Old Mac passend zuschneiden, die Gaiter lege ich darunter – morgen ziehe ich ihr die Teile dann mal für 1 Std. im Stall an.

Je nachdem, wie sie damit läuft, darf sie kurz damit auf den Platz und ein paar Runden Schritt als Handpferd mitgehen, während ich Nepomuk aufwärme. Mit ihm werde ich morgen springen, Barbie vorher aber natürlich vom Platz entfernen. Mein Traum ist immer noch, mit Barbie als Handpferd ausreiten zu können, ihrer Grassucht würde ich mit Kette auf der Nase Einhalt gebieten können. Ihre Tempo werde ich damit aber kaum drosseln können, weil wenn Barbie am Gashahn dreht, läßt sich Nepomuk nicht lumpen. Barbie verträgt es schwer, wenn sie nicht Erste ist, als Handpferd muß sie aber Zweite gehen.

Ich möchte nicht auf Nepomuk sitzen, wenn die zwei Deppen sich Wettrennen liefern, das hatten wir ja schon mal im alten Stall. Da waren allerdings keine Straßen in der Nähe, so daß den Hafis nix passieren konnte. Ich ritt mit Barbie als Handpferd aus, im Wald blieb sie zum Scheißen stehen, Nepomuk nicht, daher verlor ich den Strick. Barbie drehte um und trabte fröhlich davon, Nepomuk wurde ein wenig hysterisch, er wollte natürlich hinterher. Ich wußte ja, wie das abläuft, Nepomuk gebremst und abgesprungen, er war nicht zu halten, also ließ ich ihn laufen. Er rannte hinter Barbie her, als ich zu Fuß aus dem Wald kam, sah ich beide furzbuckelnd ein Wettrennen über einen Acker Richtung Stall machen.

Ausreiten mit Barbie als Handpferd ist also gestorben, vermutlich wird sie das in ihrem Alter nicht mehr lernen. Egal, auf dem Platz übe ich das trotzdem, so hat Barbie auch ein wenig Bewegung.

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