18. Juli 2014

gemütlicher Ausritt im Wald

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 16:44

Heute war ich mit einer Stallkollegin zum Ausreiten verabredet, obwohl ich eigentlich kein Fan davon bin, bei 30 Grad zu reiten. Zuerst bekamen die Hafis Heu und ihr Zusatzfutter, Barbie hat meine Kräutermischung problemlos gefressen. Nepomuk hatte sich wieder die Fliegenmaske ausgezogen, aber nur minimal den Schopf gescheuert. Die Schweifrübe gar nicht mehr, den Mähnenkamm nur wenig, habe daher heute beides mit dem Schwedenemulsions-Gemisch behandelt.

Beide Pferde und mich habe ich mit dem Insektenspray von dm eingesprüht und beschloss, heute ohne Decke auszureiten. Nepomuk bekam Fliegenohren aufgesetzt und Fransen an die Trense, nach meinem Eindruck hat ihm das Mützchen auf den Ohren aber nicht besonders gefallen.

Barbie zurück gestellt und Nepomuk gesattelt, vorher habe ich die Steigbügel wieder passend eingestellt. Irgendwie halten die Schnallen der Fender nicht in ihrem Loch, ich nahm den Sattel daher heute mit nach Hause, um das zu reparieren.

Wir gingen ins Hügelige, um dort im Wald zu reiten, auf freiem Feld in der Sonne war es ja ziemlich warm. Die Straße rauf gelaufen bin ich heute nur ein kleines Stück, stieg dann auf, mir war zu warm zum Laufen *g*. Im Wald angekommen, konnten wir es gut aushalten, Viecher waren dort auch kaum unterwegs.

Ein kleines Stück bergauf sind wir getrabt, dabei haben sich meine Steigbügel wieder gelöst und dadurch gelängt, echt nervig das. Aber gut, das war kein Problem, weil wir dann eh nur noch Schritt gegangen sind auf kleinen Trampelpfaden und Wurzelwegen. Genau als Nepomuk ziemlich nah an einem Baum vorbei ging, ist er gestolpert, dadurch haute mein Knie voll gegen die Baumrinde *aua*. Am liebsten hätte ich ihm dafür die Ohren lang gezogen, aber er konnte ja nix dafür – außer daß er besser schauen sollte, wo er hin tritt.

Ich ritt heute wieder bis zum Stall, obwohl ich Nepomuk nach seinem Aussetzer kürzlich, als er auf die Straße sprang, nicht 100%-ig traue. Ob ich führe oder reite, solche Aktionen von ihm kann ich nicht verhindern, weil sein Wegspringen viel zu schnell geht. Im Stall angekommen, habe ich ihn ein wenig abgewaschen, obwohl er nur am Gurt minimal geschwitzt hatte. Bei diesem heißen Wetter tut ihm ein wenig Abkühlung gut, Hufe und Beine abspritzen habe ich leider vergessen.

Er bekam noch eine Portion Equigard zur Belohnung, das ist nun bald zu Ende. Ohne Decke kam er in den Stall, damit er abtrocknet, ich räumte auf, kehrte und sammelte Brennesseln ein. Bevor ich fuhr, bekam er eine Rambo-Decke angezogen, in deren Ohrenausschnit ich Ohrenschutz angenäht hatte.

Wir waren ca. 1 Std. gemütlich unterwegs, ein schöner Ausritt, im Wald kann man es gut aushalten. Die Stallkollegin erzählte, sie weiß einen Weiher nähe Egmating, wo man mit dem Pferd baden gehen kann. Ich glaube zwar nicht, daß meine Hafis ins Wasser gehen, aber probieren geht über studieren :-). Schön wäre natürlich, wenn beide Hafis dabei wären, bis Egmating sind es ca. 5 km. Barbie nickt mE immer noch barhuf, fällt leicht auf lv, die 10 km kann sie erst laufen, wenn sie lv nicht mehr tickt.

Falls das Wetter mal paßt, kann ich ja mit Nepomuk und der Stallkollegin zum Weiher reiten und schon mal testen, ob er einen Huf ins Wasser setzt. Wenn ich den Weg dann kenne und Barbie wieder fit ist, kann ich mit meiner RB hinreiten.

Die Stallkollegin, die morgen mit anderen das Gaudi-Turnier organisiert, traf ich heute und klagte ihr mein Leid, daß ich keinen Reiter für Nepomuk gefunden habe. Sie meinte, man startet nicht als Team, sondern jeder für sich – das habe ich wohl falsch verstanden. Es mache mehr Spaß, wenn zwei gegeneinander antreten, ich mache die Aufgaben halt dann alleine.

Das ist natürlich prima, so kann ich teilnehmen :-), überlege noch, mit welchem Hafi. Da man vermutlich auch mal stehen bleiben muß, z. B. um ein Glas Wasser zu füllen oder Wäsche von der Leine abzunehmen, tendierte ich eher zu Barbie, Nepomuk hat es ja nicht so mit ruhig stehen. Mit Schuhen kann sie gut laufen, Trab oder Galopp wird nicht verlangt, denke ich.

Barbie ist hoch intelligent und daher in der Lage, neue Aufgaben schnell zu erfassen und zu lösen. Bei unserem Bildersuch-Wettbewerb vor 2 Jahren mußte je ein Pferd einer Gruppe nach dem Ritt aus einem mit Wasser gefüllten Schubkarrn einen Apfel fressen. Die meisten Pferde taten sich damit ziemlich schwer, Barbie war damals lahm, ich ritt Nepomuk. Außer Konkurrrenz durfte sie sich auch versuchen, in Rekordtempo hat sie sich Äpfel aus dem Wasser gefischt, weil sie sofort kapiert hatte, daß sie den Apfel dafür mit der Nase an den Rand drücken muß, damit er nicht weg schwimmt.

Wenn es was zu Fressen gibt, ist keine Aufgabe zu schwer für Barbie – wer hätte das gedacht *g*. Ich denke, es tut ihr gut, wenn sie mal wieder raus kommt, Nepomuk wird froh sein, wenn er zuhause bleiben darf. Er ist nicht gerade eine vor Motivation sprühende Rennsemmel, sondern im Schritt ein echter Lahmarsch. Im Trab geht er allerdings ziemlich zügig vorwärts, im Galopp hat er ordentlich Power.

Wenn ich Barbies Vorderhufe röntgen lasse, werde ich Nepomuks Selenwert kontrollieren lassen, evtl. Ende August.

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