11. Juli 2008

Besuch in Lackenhof am Ötscher

Filed under: Allgemein,Motorrad — admin @ 12:14

Anreise (6. Juli 2008):

München, Glonn, Beyharting (Stammstrecke)
AB Bad Aibling bis Traunstein/Siegsdorf
Inzell, Ramsau, Roßfelder Str., Bad Dürnberg, verfahren in Hallein
AB Anif bis Golling
Scheffau, Postalm (EUR 3,50 Mau), Bad Ischl, Gmunden, Steinfelden (Eisenstraße)
AB Micheldorf bis Roßleithen (fast nur Tunnels)
Hengstpass, Altenmarkt, Weyer.

Da meinem Navi aus unerfindlichen Gründen das Kartenmaterial für Österreich abhanden kam, fahre ich die Strecke aus dem Kopf, verpasse in Weyer die richtige Abbiege und erwische die Gemeindestraße bis Gaflenz. Dort ist die Dorfstraße weggerissen, Schotter, ich frag Einheimische nach dem Weg, zurück über die Hauptstraße nach Weyer.

Die ganze Strecke Hohenlehen Rollsplitt und Glasbruch, bei den Straßenverhältnissen hier ist ein grobstolliger Reifen doch nicht ganz verkehrt *g*, Göstling an der Ybbs und Lackenhof.

Ich halte vor der Garage von „Haus Mandl“, ziemlich steile Einfahrt, lese „Anfahrt über Dorfplatz“, rangiere vorsichtig rückwärts, will mit voll eingeschlagenem Lenker auf der Auffahrt wenden, beim Anfahren fällt mir die Fuhre um – was für ein Einstand :-/.

Gehe also ins Hotel und bitte den Sohn der Chefin, der hier für Moppeds zuständig ist, und einen weiteren Mann um Hilfe, die stellen mir die F wieder auf, der Seitenständer hat komischerweise was abbekommen, ist ein Gang eingelegt, geht der Motor nicht mehr aus, na ja, das lasse ich vor dem nächsten TÜV-Termin reparieren, sonst ist nix kaputt, ich habe nur ne kleine Knieverletzung.

Fahre die F über den Dorfplatz vors Hotel, treffe auf der Terrasse zwei nette „Biker“ (Salzburg/TDM 850 und Burghausen/Chopper), die mich gleich an ihren Tisch bitten, die Wirtin bringt mir das Essen, bis 23.00 Uhr hocken wir zusammen bei Bier und Schnaps und führen Benzinsgespräche :-).

Danach lade ich ab, inzwischen schüttet es wie aus Eimern, und bekucke mein Zimmer, duschen, fernsehen, 1.30 Uhr Bettzeit.

Landschaftlich fast die ganze Strecke wunderschön, die Postalm runter nach Strobl hat mir am besten gefallen, viele Kehren, 480 km gefahren, 9,45 bis 19.30 Uhr, 150 Min. Pause. Unterkunft und Essen sind bestens, nette Leute überall, Fazit: prima Tag.

Am Montag (7. Juli 2008) 8.00 Uhr Frühstück, 9.45 Uhr Abfahrt.

Lunz am See, Lassing, Hochkar (EUR 3,70 Maut, hat sich gelohnt, geile Kehren), Wildalpen.

Auf ein Mal Spursperrung mit komischem grünen runden Schild, ein Manschgerl mit Warnweste winkt mir, ich dachte, er meint, auf der Gegenspur durchfahren, auf meiner liegt ne Menge Geröll, da kam einiges runter, Später wieder ne Sperrung, ich halte an und eine Dame informiert mich, ich hätte vorher stoppen müssen wegen Steinschlag; tjo, hab mich entschuldigt, durfte sanktionslos weiterfahren.

Danach Niederalpl, Preiner Gscheid, runter besonders nett, viele Kehren.

Das Höllental macht seinem Namen alle Ehre, Gewitter mit Starkregen, ich steig rechtzeitig in die Regenkombi und setze die Crossbrille auf, weil bei Regen das Visier immer beschlägt.

Weltuntergangsstimmung, Abenteuer :-), Wassermassen auf der Straße, uii, Fontänen schießen, versuche, jede Pfütze zu durchfahren, das Wasser spritzt, gefällt mir.

Rinnsale schwemmen Steine auf die Straße, meist in den Kurven, abgebrochene Äste liegen rum, da heißt es aufpassen, außerdem ist Bitumen nicht mehr zu erkennen.

An der Kalte Kuchl ist Schluß mit Regen, da ging aber vorher wohl auch ein heftiger Schauer runter, pitschnasse Flickenbahn bis Mariazell, hoffentlich kann ich die Strecke nochmal bei trockender Straße fahren.

Erlaufsee und um 16.30 Uhr im Quartier, ca. 300 km, 120 Min. Pause, Kurven über Kurven, mehr an einem Tag, als ich in einem Jahr vorher insgesamt gefahren bin, tolle Gegend.

Und gar kein Verkehr, insgesamt vielleicht 5 Moppedfahrer auf der Gegenspur, auf meiner gar keine, so mag ich das.

Die Straßenverhältnisse sind manchmal nicht ganz optimal, viel Bitumen und Flickwerk, selten mal rutscht die F in der Kurve weg. Da ich keine Ahnung habe, was ich in so einer Situation machen soll, mache ich gar nix – die Maschine nicht stören, hab ich mal gelesen, ist besser, als unmotivierte Schreckreaktionen.

Fazit: die schönste Motorradtour, die ich bisher gefahren bin, kein Verkehr und keine Polizei, dazu wunderschöne Landschaft und die Leute, die man so trifft, sind alle sehr nett, wünschen stets „gute Fahrt“ – das ist nahe dran am Paradies :-).

Dienstag 8. Juli 2008

10.45 Uhr Abfahrt, Mariazell, Annaberg, Traisen, Unterrohrbach, Böheimkirchen, ich bin nicht in Form heute. 2,5 Std. Freundin und ihre 10 Irish Wolfhounds besucht.

St. Pölten, Pielachleiten, Puchenstuben, Mitterbach, Erlaufsee, Lackenhof, mit Verfahren bei St. Pölten 250 km, kam mir länger vor, das zieht sich hier irgendwie alles, sehr wenig Verkehr, kein Regen. Audio-Ausgabe vom Navi defekt, daher keine Musik, macht mich unentspannt.

Fazit: eher eine Nutzfahrt, durchbeißen, landschaftlich nichts Besonderes, aber gut, der Tag gestern ist wirklich nur schwer zu toppen.

Ich bin fahrmüde und beschließe, den Mittwoch fahrfrei zu gestalten.

Donnerstag, 10. Juli 2008

 Mariazell, KK, Rohr i. Gebirge, Pernitz, Pottenstein (über Hals), Baden, Pfaffstetten, AB bis Wien, Gürtel, Groß-Enzensdorf (verfahren), Kagran, ca. 150 km.

Das Navi geht ja nicht, ich kenne mich in Wien nicht aus und hab keinen Stadtplan – nur ein Mal falsch gefahren (dafür nett an der Donau lang), ein mal nach dem Weg gefragt, das hat besser geklappt, als ich
gehofft hatte.

Résumé:

Der Urlaub war bisher sehr schön, viele nette Leute kennengelernt, tolle Strecken gefahren, Unterkunft und Essen top, nächstes Jahr komme ich wieder :-).

Ein paar Fotos: http://www.sanflorimal.de/index-Dateien/mopped/oetsch/Oetscher/index.html

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