30. September 2015

2 Std. Gelände mit Nepomuk

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 16:30

Sonne bei 13 Grad heute, ideales Ausreitwetter. Die Hafis bekamen ihr Zusatzfutter, ich nahm Barbie rv den Tragrandüberstand runter. Ihre Sohle rv heute, die Trachten habe ich verschont, so gut es ging. Das schaut nun schon besser aus :-), der Strahl hat sich seit vorgestern wieder erholt. Ein bißchen Tragrandüberstand ließ ich ihr, den braucht sie zum Schutz ihrer platten Sohle. Die Trachten haben sich gut aufgestellt, die Zehe werde ich bald wieder kürzen und strecken.

Beide Hafis kamen zurück in den Stall, Elli wollte in ca. 20 Min. mit ihrer Stute da sein. Geputzt war Nepomuk bereits, nach 15 Min. holte ich ihn erneut raus. An der Straße mußten wir noch ca. 7 Min. warten, dann traf Elli samt ihrem lieben Hund ein. Wir gingen die Straße rauf ins Hügelige und stiegen dann auf.

Den Wurzelpfad ging es bergauf, Nepomuk hebt im Gelände die Hufe besser, stolperte kein einziges mal. Am Ende des Pfades bogen wir rechts ab; als wir fast aus dem Wald waren, zickte mein Hafi ein wenig und versuchte zwei mal, umzudrehen. Darauf war ich vorbereitet, es gelang ihm nicht, Tempo aufzunehmen, obwohl er den Hals steif machte.

Auf einem Wiesenweg sind wir lange getrabt, Nepomuk hielt ich hinter Ellis Stute, somit mußte er relativ langsam traben. Nach lange Schritt durch den Wald kamen wir zu unserer Lieblingsgalopp-Strecke, mein Hafi und ich sollten Erste gehen. Das klappte nicht, weil Nepomuk lieber Gras fressen wollte, also startete Elli als Erste.

Wir holten Elli schnell ein und überholten, plötzlich drehte Nepomuk nach links ab und galoppierte Richtung Waldrand, Ellis Stute lief mit. Durchpariert, puh, ich war ein wenig aus der Puste, also 10 Min. Fress- und Rauchpause. Wir beschlossen, einen neuen Weg zu nehmen, auf dem man meiner Erinnerung nach auch galoppieren kann.

Elli ging Erste, ihre Stute galoppiert allerdings wesentlich langsamer als Nepomuk, also verfiel er in Renntrab. Ich dachte, ich falle vor lauter Seitenstechen gleich aus dem Sattel, der Renntrab war unheimlich anstrengend für mich, obwohl ich in den Bügeln stand. Nepomuk aus diesem Tempo anzugaloppieren schaffte ich nicht, endlich war der Weg zu Ende und wir parierten durch.

Kurze Verschnaufpause ohne Fressen, nach der Straße kam eine schöne leicht ansteigende Wiese, wir beschlossen, an deren Rand zu galoppieren. Nepomuk überholte die Stute sofort, ich war schon dermaßen platt, daß ich mich mit rechts am Sattel festhielt und mit links locker die Zügel. Mein Hafi drehte den Gashahn auf :-), wir flitzten die Wiese hoch, Ellis Stute hielt prima mit.

Bei einem flotten Galopp noch ne Schippe drauflegen ist Nepomuks Spezialität – Elli und ich lieben schnellen Galopp :-). Wir passen bestens zusammen als Reiter, jeder darf überholen, wir und unsere Pferde sind immer relaxt.

Am Wiesenende bremste Nepomuk von alleine, im Schritt ging es in den Wald rein Richtung Heimat. Die Pferde wußten das und verfielen nebeneinander laufend in Trab, Elli lachte sich über meine Konditionsschwäche kaputt *g*. Mustergültig trabten beide nebeneinander her, Nepomuk etwas langsamer und die Stute etwas schneller als normal. Wir trieben nicht, wir ließen die Pferde einfach laufen, solange sie mochten.

Puh, sie mochten ziemlich lange, meine Zügel hatte ich längst aufgegeben, hielt mich lieber am Sattel fest – das klappte wunderbar, ich kam super in Takt mit Nepomuk. Nach einer gefühlten Ewigkeit Trab wechselte Nepomuk in den Schritt, Elli parierte auch durch. Ihrem älteren relativ kleinem Hund hing die Zunge raus, für ihn war unser heutiger Ausritt wohl ziemlich anstrengend.

Nach einer kurzen Schrittphase zur Erholung und dem Überqueren einer Straße ging es wieder lange im Trab weiter, bis wir auf eine Gruppe Spaziergänger trafen. Im Schritt ging es daran vorbei und später den Wurzelweg wieder runter, am Schluss reiten wir immer mindestens 20 Min. Schritt.

Ich ritt bis zum Stall, Elli mußte noch 20 Min. dranhängen bis zu ihrem Stall in der Römersiedlung. Nepomuk hatte am Hals, den Schultern und unter dem Sattel ein wenig geschwitzt, aber nicht arg, ich trocknete die Stellen mit einem Handtuch ab. Er bekam ein wenig Equigard und eine Banane zur Belohnung, wir waren 2 Std. unterwegs gewesen. Schnell noch eingeschmiert, im Stall trank er dann erst mal ordentlich Wasser.

Wir hatten einen wunderschönen Ausritt bei bestem Wetter, nur der manchmal heftige Wind hat ein wenig gestört. Nepomuk war super brav, durch das viele Hoch und Runter wurde seine Hinterhand prima trainiert. Barbie war natürlich traurig, daß sie nicht mit raus durfte; als wir zurück waren, hat sie uns freudig wiehernd begrüßt.

Am Freitag gehe ich mit ihr alleine ins Gelände, ich muß mich am Riemen reißen und mehr mit ihr machen. Sie lief heute nach der Hufbearbeitung einwandfrei, Schuhe waren daher nicht nötig.

In ca. 4 Wochen werde ich 50 Jahre, habe mir lange überlegt, ob ich deswegen wegfahre – bin kein Typ zum Feiern. Am meisten würde ich mich über einen so schönen Ausritt wie heute mit meinen zwei Hafis freuen, dafür muß ich mit Barbie nun allerdings mehr tun.

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