18. Februar 2016

Barbie komplett barhuf im Gelände

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 16:35

Heute war ein Ausritt mit beiden Hafis geplant, zuerst stand aber wegen des starken Fellwechsels längeres Putzen auf dem Programm. Satteln war kaum ein Problem bei Barbie, die ich schon 3  Wochen nicht geritten hatte. Gelbe Säcke standen heute mal wieder überall am Straßenrand, die Hafis ließen sich davon aber nicht beeindrucken.

Bisher habe ich Barbie nur auf Schnee ohne Schuhe vorne geritten, heute ließ ich die weg, um zu testen, wie sie vorne barhuf ohne Schnee  läuft.

Wir gingen ins hügelige Gelände, immer wieder versuchte Barbie, Gras zu stibitzen. Im Trab wollte sie dann zu Nepomuk aufschließen, von Fühligkeit auf Teer oder sich Einlaufen müssen war Null zu bemerken. Am Berg oben wollten wir wie üblich auf einer kleinen Wiese aufsteigen, Barbie sah nur Gras und hatte wohl Angst, daß ich ihr das Fressen verbieten würde.

Flugs trabte sie flott los, ich konnte sie nicht halten und fiel hin, ist aber nix passiert. Madame beruhigte sich sogleich und fing das Fressen an, ich gurtete nach und stieg auf. Wir ritten den sehr anspruchsvollen Wurzelweg bergauf, Barbie passte wie üblich gut auf ihre Hufe auf und war bester Stimmung.

Im Wald auf Laub trabten wir länger, die Hafis waren flott unterwegs, Nepomuk galoppierte an, Elli parierte ihn in den Trab. Schritt – als ein Schotterweg kam, lief Barbie auf dem Seitenstreifen, mal kurz über Schotter gehen war kein Problem. Auf einem Wiesenweg wieder Trab, die Hafis galoppierten an, ich lenkte Barbie rechts eine Wiese hoch und parierte sie durch.

Sie wähnte sich im Paradies, fraß Gras und wollte die Wiese partout nicht mehr verlassen, also kam Elli angeritten und gab mir ihre Gerte. Ein Klaps auf den Hintern half, mein Mädchen vom Gras zu trennen, wir ritten lange Schritt durch den Wald. Danach folgte ein Schotterweg, Barbie lief daher in einer Ackerfurche. Dort lagen auch Steine, die haben sie nicht gestört, komisch.

Der erste (gewollte) Galopp stand an, vorher waren die Hafis bereits hibbelig, weil wir dort fast immer galoppieren. Nepomuk gab Gas, Barbie hielt mit, auch als wir durch einen Acker ritten, weil die Wiese zu Ende war. Elli hat gestaunt, daß sie mich nicht abgehangen hatte, Nepomuk kann ja sehr schnell galoppieren – Barbie aber auch :-).

Mit ihr blieb ich auf der Wiese, Barbie war total aufgeheizt und im Schritt kaum zu halten, wir trabten daher ein kurzes Stück leicht bergab. Nach einer Kurve kam Aspahlt, wieder trabte sie ständig an, Teer scheint ihr derzeit Null Probleme zu bereiten.

Am nächsten Wiesenweg hatte ich wieder das Fressproblem, Barbie frißt, trabt aus dem Stand an und schließt auf, bleibt stehen und frißt. Für sie ziemlich anstrengend, ständig diese Übergänge Stand/Trab zu gehen, Madame war das völlig egal – Hauptsache, ein paar Büschel Gras landen im Maul.

Wir beschlossen, die lange leicht ansteigende breite Wiese Richtung Wald nebeneinander zu galoppieren, Elli startete mit Nepomuk durch, er ist ja ein echter Flitzebogen. Barbie ließ sich nicht lumpen und ging sein Tempo mit, ich habe sie ein wenig verbal angefeuert, das ist erlaubt *g*.

Boah, kann sie rennen, Nepomuk gab alles, wir haben uns aber nicht abhängen lassen. Ich bin so stolz auf Barbie, zu reiten ist sie einfach traumhaft. Oben am Wald durchparieren war kein Problem, ich ließ sie vorher noch ein Stück versammelt galoppieren – easy.

Allerdings hatte sie es dann eilig, zur nächsten Wiese zu kommen, wir trabten flott, Elli kam mit Nepomuk im Schritt hinterher. Als sie aufgeschlossen hatte, nahmen wir einen Wiesenweg Richtung Heimat, Barbie fraß wieder, trabte, fraß usw., enorm anstrengend für mich. Um das Gras fressen zu unterbinden, trabte ich sie an, wir gingen einen gemäßigten Trab, den kann sie auch – obwohl sie Renntrab lieber mag.

Als Elli aufgeschlossen hatte, ging es im Schritt nach Hause, Barbie lief bergab auf Teer einwandfrei, zackelte allerdings ein wenig. Wir ritten beide bis zum Stall, trotz gelber Mülltüten klappte das einwandfrei. Beide Hafis hatten ziemlich geschwitzt, obwohl es heute nur 3 Grad hatte und bedeckt war.

Sie bekamen Equigard und eine Abschwitzdecke übergelegt, bis sie aufgefressen hatten, beide waren ziemlich verschwitzt. 1,5 Std. waren wir unterwegs, ein wirklich schöner Ausritt mit top aufgelegten Pferden.

Bis auf die wenigen Passagen mit Schotterwegen, denen ich mit Barbie auswich (Seitenstreifen), lief sie ohne Schuhe vorne super, auch auf Asphalt. Es dürfte 6 Jahre her sein (bevor sie Hufrehe bekam), daß ich sie komplett barhuf ohne Schnee im Gelände geritten habe, das funktionierte einwandfrei.

Da ich mich nun für meine Reiterferien trainieren muß und Elli Zeit hat, werden wir nun öfters mal mit den Hafis ausreiten, 1,5 – 2 Std., das tut den Pferden auch gut.

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