15. September 2017

1 Woche Urlaub am Meer – Monte Gordo, Algarve, Portugal

Filed under: Allgemein — admin @ 17:29

Anreise 08.09.2017

Um 4.00 Uhr brachte mich meine Tante zum Ostbahnhof, um 4.55 Uhr war ich am Flughafen. Die Maschine von Transavia startete pünktlich um 6.20 Uhr, immerhin konnte ich auf dem Flug ein wenig dösen. Die Nacht vorher hatte ich nicht geschlafen, so daß ich etwas ermattet um 8.30 Uhr landete (1 Std. Zeitverschiebung zu Deutschland).

Ein Mitarbeiter sollte mich laut CHECK24 beim Vodafone-Shop empfangen, den fand ich erst mal nicht, da er erst um 9.00 Uhr öffnete. Dort war niemand, also fragte ich ein wenig rum (alles in Englisch) und erfuhr, daß Interrent auf dem Parkplatz 4 anzutreffen ist. Dort wurde ich erwartet und per Kleinbus zum Interrent-Laden befördert.

Obwohl ich ein Komplett-Sorglos-Paket gebucht hatte, wollte mir die Dame am Schalter noch einige Zusatzversicherungen verkaufen. Mein Englisch ist etwas eingerostet, ich habe alles abgelehnt bis auf Endreinigung für EUR 7,00 und die Mautgebühren für die AB. Nach langem Hin und Her ging es dann mit einem 4-türigen großen Fiat Punto los, allerdings versagte das Navi auf meinem Smartphone ==> kein Netz.

Ich gondelte ein wenig durch Faro, bis mir einfiel, daß Monte Gordo ja nahe der spanischen Grenze liegt. So fand ich die passende AB, kaum Verkehr, alles super. Am Zielort angekommen, kreiste ich ein wenig in Monte Gordo rum auf der Suche nach meinem Hotel. Straßennamen sah ich kaum welche, also parkte ich den Punto nähe Strand und erkundete das Städtchen per Fuß.

Gegen 11.30 Uhr fand ich das Hotel Monte Gordo Appartments und Spa, lief zurück und holte das Auto. Viele Einbahnstraßen hier, also drehte ich erneut ein paar Runde, angekommen, gestaltete sich die Parkplatzsuche schwierig. Auch dieses Problem ließ sich irgendwann lösen, ich ging ins Hotel, Einchecken war erst ab 14.00 Uhr möglich – das wußte ich aber von booking.com.

Packte mir Badeanzug und Handtuch ein und lief ans Meer, sehr viele Leute, hier sind bis Sonntag noch Ferien. Mein erstes Bad im Meer seit über 7 Jahren, wunderschön, morgen mache ich einen Strandtag . Die Sonnencreme hatte ich leider im Auto vergessen, bei 30 Grad und meiner empfindlichen Haut war daher Schatten angesagt, außerdem brauchte ich einen Kaffee.

In Strandnähe plazierte ich mich in einem Cafe und versuchte, Netz für mein Smartphone zu bekommen. Das klappte nicht, also trat Plan B in Kraft – ich lief zum Hotel meiner Freundin, die aus Berlin kommt und schon ein paar Tage hier ist. Blasen an den Füßen machten sich bemerkbar, es war keine gute Idee, mit sandigen Füßen Schuhe anzuziehen. Meine Freundin war nicht auf ihrem Zimmer – wer hätte das gedacht *g* – also marschierte ich zu einem Supermarkt und kaufte mir Getränke.

Pünktlich um 14.00 Uhr war ich wieder im Hotel und bekam ein sehr schönes, geräumiges, ruhiges Apartment mit voll ausgestatteter Küche sowie großem Balkon im 3. Stock. Der Swimming-Pool wurde getestet und für prima befunden, den SPA-Bereich wird ich demnächst ausprobieren. Geduscht und schon war ich wieder unterwegs ins Vasco da Gamas, wo meine Freundin wohnt. Dieses mal fand ich sie am Pool, wir beschlossen, um 19.00 Uhr Abendessen zu gehen.

Müdigkeit machte sich bemerkbar, also zack wieder in mein Hotel, nicht aber, ohne vorher noch ein paar Bier einzukaufen . 2 Std. schlief ich wie ein Murmeltier, abends fanden wir ein nettes, kleines Restaurant. Salat + Hauptgericht + 1 Getränk + 1 Kaffee für EUR 10,00, ich habe gestaunt. Das Essen war sehr lecker, dahin gehen wir sicher noch öfters.

 

09.09.2017 – Relaxen

Eine Liege mit Schirm am Strand kostet pro Tag EUR 6,00, das finde ich ziemlich teuer. Außerdem bin ich nicht der Typ, der den ganzen Tag im Liegestuhl verbringen mag – viel zu langweilig. Gut eingeschmiert verbrachte ich 1 Std. am Meer auf meinem Handtuch, manchmal muß es halt auch in der Sonne gehen. Das Meer ist toll zum Baden, es gab sogar ein paar kleinere Wellen.

Danach ließ ich mich im Schatten in einem Cafe nieder, dort fand ich mein Geld besser investiert . Gestärkt mit einem Kaffee und einem Caipirhina brach ich zum Shoppen auf, im Urlaub muß man sich auch mal was gönnen *g*. So viel gelaufen wie heute bin ich schon ewig nicht mehr, ein paar kleine Dinge habe ich erbeutet. Zum Abendessen waren wir dann in einem Strand-Restaurant, ich wurde satt, das Essen gestern war besser.

 

11.09.2017 – Ausflug nach Spanien

Nach ausgiebigem Strandbesuch und langem Schwimmen im Meer brachen wir um 16.30 Uhr mit dem Mietwagen erst zum Lidl und dann nach Vila de St. Antonio auf. Der Weg war einfach, wir fanden uns auch ohne Navi bestens zurecht. Mit der Fähre überquerten wir den Grenzfluss, was ca. 12 Min. dauerte. Und schon waren wir in Spanien, wo es eine Stunde später als in Portugal ist. Nach einem Bummel durch das kleine Städtchen trank ich noch einen Kaffee, meine Reisegenossen Bier, um 19.30 spanischer Zeit fuhren wir zurück nach Portugal.

Der Vorteil an der EU ist, daß es keine Grenzen mehr gibt und Portugal sowie Spanien ebenfalls den Euro haben. Kein lästiges Pass herzeigen und kein extra Geldwechsel – das gefällt mir . Von Bayern nach Österreich gibt es ja schon länger wieder Grenzkontrollen wegen der Flüchtlinge. Obwohl schon länger kaum mehr welche kommen, sollen die Kontrollen noch länger beibehalten werden – das widerspricht mE EU-Recht.

Gleich am Hafen gingen wir Essen, wie üblich war alles sehr lecker – ich trank nach Ewigkeiten mal wieder ein alkoholfreies Bier, mußte ja noch fahren. Aufgrund Nachtblindheit vermeide ich das im Normalfall, schon gar auf fremden Straßen. Glücklicherweise waren es ja nur ca. 10 km zurück bis Monte Gordo und es gab Straßenbeleuchtung, also kein Problem.

Leider habe ich aufgrund eines Ohrpfropfens rechts nach dem Baden einige Zeit ziemliche Hörprobleme, heute kam noch ein Schnupfen und ein ständig tränendes Auge hinzu. Hilft nix, da muß ich durch, eine eventuelle Mittelohrentzündung wäre natürlich eine doofe Sache. Nicht im Meer baden können auch, morgen mache ich mich auf die Suche nach einem Ohrstöpsel, der den Gehörgang beim Schwimmen verschließt.

15.09.2017 – Heimreise

Um 6.45 Uhr fuhr ich los aus Monte Gordo, hatte mir die Route bis Faro auf dem Smartphone gespeichert. Es war kaum Verkehr auf der AB (mautpflichtig), so daß ich um 7.45 Uhr bei Interrent Faro war, um meinen Mietwagen zurück zu geben.

Dieses Ansinnen hatten noch einige andere Kunden, es gab aber nur EINEN Mitarbeiter, der die Autos abnahm. Und der ließ sich bei jedem Fahrzeug einige Zeit. Ich wies ihn darauf hin, daß mein Flug um 8.45 Uhr geht und wurde beschieden „das ist nicht mein Problem“.

Derart unfreundliches Personal habe ich noch nie erlebt, ich wartete bis 8.05 Uhr, dann kam der Typ endlich zu „meinem“ Auto. Ich erklärte ihm, ich wußte nicht, wie man die Tankklappe von innen öffnet, fand keinen Schalter dazu. Die gefahrenen 155 km wollte ich daher bar bezahlen, was er schroff ablehnte und mir befahl, zum Tanken zu fahren.

Also fuhr ich erneut zu der Tanke in der Nähe, dort standen allerdings mindestens 20 Fahrzeuge an. Zeit zum Warten hatte ich keine, also zurück zu Interrent. Inzwischen war es 8.17 Uhr, ich gab dem Typ den Autoschlüssel und lief zum Flughafen.

Normal gibt es für diesen Weg ein Shuttle, das mich aber nicht mitnehmen wollte. Völlig mit den Nerven fertig kam ich um 8.35 Uhr am Flughafen an, Koffer einchecken ging schnell, die Wege dort aber ziemlich lang. Vor dem Sicherheitscheck wieder warten, mein Rucksack wurde moniert.

Ich hatte mir in Monte Gordo einen kleinen Saft gekauft und den völlig vergessen – er wurde beschlagnahmt. Wieder lange gelaufen, um 9.05 Uhr saß ich im Flieger – puh, das war knapp. Normalerweise dauert die Rückwage eines Mietwagens 5 Min., nur nicht bei Interrent Faro, diesem Saftladen.

Transavia flog pünklich ab, wir waren um 13.05 Uhr in München (1 Std. Zeitverschiebung). Mit der S-Bahn fuhr ich nach Hause, dort wartete schon eine Mail von Interrent auf mich. EUR 67,00 wurden mir in Rechnung gestellt für 155 km! Dabei ist noch Innenreinigung für EUR 7,00, die ich bereits bei Ankunft bzw. Abholung des Wagens bezahlt hatte.

Dieser Laden ist wirklich eine Katastrophe, ich kann nur jedem abraten, bei InterRent Faro ein Auto zu mieten. Nun bin ich gespannt, was ich von meiner hinterlegten Kaution in Höhe von EUR 300,00 zurück bekomme und wann.

Fazit:

Bis auf den Ärger mit InterRent Faro war das ein wunderschöner, erholsamer Urlaub. Mein Hotel mit 4 Sternen war einwandfrei, das Personal sehr freundlich und hilfsbereit. Das Essen hat zu 95% gut geschmeckt, das Meer war warm, der Strand riesig.

Gerne fahre ich mal wieder nach Portugal, das Land gefällt mir!

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