30. August 2010

Nepomuk kommuniziert

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 21:54

Bevor ich es vergesse, hier habe ich ein paar Urlaubsfotos online gestellt.

Heute kam Hufpfleger Billi, ich nahm Nepomuk um fünf raus zum Putzen. Ein Sauwetter, 10 Grad, dazu ein ekliger Wind, mich hat es ziemlich gefroren. Nach 20 Min. Putzen ließ ich Nepomuk auf dem Vorplatz grasen, darüber freut er sich immer. Nach 15 Min. kam er auch unters Dach, weil die 4 Pferde aus dem großen Stall an den Zaun kamen. Sie haben die Köpfe zusammengesteckt, es gab Gequicke, aber keiner ging weg. Irgendwann gingen drei auf die Weide, das braune kam aber wieder zum Zaun, vorher wurde es ein wenig abgedrängt von den anderen. Wieder Gequicke, aber nie von Nepomuk, der blieb stumm. Ich stand die ganze Zeit daneben, um im Notfall einzugreifen, sie haben sich aber nichts gemacht, nur die Nasen zusammengesteckt und ein bissi Fell gekrault.

Nepomuk ist ja ein großer Fan von gegenseitiger Körperpflege aufgrund seines Ekzems, er hat wohl nicht kapiert, daß das mit diesen Pferden nicht geht, sie kennen ihn ja nur vom Sehen. Außerdem machen andere die nicht so intensiv wie er mit Barbie, die er quasi schon jahrelang darauf trainiert hat.

Billi machte die Hufe, was problemlos klappte, er meinte, ich hätte rumgeschnitten, weil die Sohle so dünn sei und allgemein nichts nachgewachsen ist. Dabei habe ich gar nichts gemacht an seinen Hufen, wollte zwar, es kam aber immer was dazwischen. Ausgeritten bin ich das letzte Mal am 28. Juni, an starker Abnutzung kann es also nicht liegen. Billi war das letzte mal am 17. Juli 2010 da, seitdem stand Nepomuk mehr oder weniger (außer ein paar Mal Reitplatz). Ich soll jetzt nicht mehr auf hartem Boden reiten, mich wundert das alles.

Bisher hatte Nepomuk immer super Hufe, er ging noch nie fühlig (Barbie ja schon immer). Hufprobleme hat er noch nie gehabt, obwohl er früher wesentlich weniger oft ausgeschnitten wurde (in Tirol ca. 2 mal pro Jahr, danach ca. alle 8 – 12 Wochen).

Nepomuk durfte wieder in den Stall und hat sich sofort Barbie geschnappt zum gegenseitigen Beknabbern. Die Decke habe ich heute weggelassen, es ist arschkalt und regnet meistens, da kann der Juckreiz nicht sooo groß sein (habe ihn vorsichtshalber eingeschmiert).

Am Samstag ist von 9.30 bis 17.00 Uhr mein Hufkurs, leider in Dachau. Wenn es nicht regnet, fahre ich mit dem Motorrad hin, das geht schneller – außerdem muß die F auch mal wieder bewegt werden.

Den Schmied für Barbie habe ich kontaktiert, mal sehen, wann er kommen kann. Ihre Vorderhufe schauen auf den ersten Blick arg aus, links vorne ein deutlicher Riß in der Hufwand, rechts ist seitlich schon länger ein ziemliches Stück rausgebrochen. Trotzdem läuft sie inzwischen besser als nach dem letzten Ausschneiden, wo sie weder den Riß noch das Rausgebrochene hatte.

Heute wollte sie sich wieder mit rausdrängeln, als ich Nepomuk holte – ein gutes Zeichen, das hat sie schon ewig nicht mehr versucht. Beim Zurückbringen hat sie ebenfalls versucht, zu entwischen, ich habe ihr eine gepfeffert. Momentan mag ich sie nicht besonders, den Tritt in mein Gesicht habe ich ihr noch nicht verziehen. Sie merkt, daß ich nicht gut auf sie zu sprechen bin, ich lasse sie in Ruhe, kein Hufauskratzen mehr. Jetzt muß sie auf mich zukommen, sich anbieten, wenn nicht, wird sie nicht großartig beachtet. Nepomuk schon, er durfte heute am Vorplatz grasen, Barbie stand am Zaun und hat gewiehert. Sie weiß genau, was Sache ist, sie will auch raus – aber dafür erwarte ich Kooperationsbereitschaft.

Der Zeitpunkt ist eh gerade günstig, bei den derzeitigen Temperaturen ist die Gefahr von Hufrehe groß, ich habe daher heute auch kein Gras zugesteckt. Andere Rehepferde sehen jahrelang kein Gras, haben einen kleinen Paddock und eine Box – dagegen hat Barbie ein schönes Leben. Immerhin ein bißchen Gras und die Möglichkeit, sich ständig zu bewegen.

Mir graut schon, wenn der Schmied kommt, ein Glück, daß er einen Aufheber dabei hat. Ich denke, die beiden werden mit Barbie schon fertig werden, ohne daß sie sie schlagen müssen. Mit Billi wäre es eh nicht mehr gegangen, zu gefährlich für ihn.

Ich hoffe, im Hufkurs lerne ich einiges, so daß ich die Hufe unserer Pferde selbst besser beurteilen kann. Wenn das klappt, mache ich im Oktober noch einen 3-Tage-Intensiv-Kurs, und dann schneide ich die Hufe selber aus. Das spart auf Dauer ne Menge Geld, die Pferde leben ja vermutlich noch 10 – 20 Jahre.

Fielmann hat sich heute wegen meiner Beschwerde gemeldet, ich bekomme die Gläser auf Kulanz ersetzt – sehr kundenfreundlich. Das Geld werde ich in eine Ersatzbrille investieren, da muß ich zwar noch einiges drauflegen, aber egal. Dafür nehme ich dann die billigsten Gläser, das Wichtigste ist ja, daß ich überhaupt was sehen kann, wenn meine Hauptbrille kaputt geht.

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