23. Oktober 2010

endlich Zeit fürs Reiten genommen

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 21:50

Es gäbe viele andere Dinge zu erledigen, z. B. Weideeingang abmisten, Barbie putzen (total dreckig), Barbies Verband verstärken, Stall reinigen usw., heute wollte ich endlich aber mal wieder reiten, das letzte Mal liegt einige Monate zurück. Als ich gegen vier kam, war bereits gefüttert, Nepomuk stand aber im Stall beim Scheuern. Ihn geschnappt, geputzt, Barbies Sattel drauf, der LG-Zaum war kein Problem.

Das kleine schwarze Pferd unserer neuen jungen Stallkollegin war auch am Putzplatz, die beiden haben sich gut verstanden. Sie hat erzählt, ihr Pferd hat Strahlfäule, daher kann sie momentan nicht reiten, schade. Strahlfäule war bei Nepomuk schnell wieder weg, genauso wie Mauke, außer mit EM Hufe waschen habe ich nie großartig was gemacht. Das werde ich auch wieder machen, sobald Barbie die Verbände unten hat, weil es einfach gut ist für Fesseln und Hufe.

Erst mal kurz ins Roundpen, um zu sehen, wie er drauf ist. Nach zwei Runden Trab war klar, daß er ziemlich relaxt ist, nur die Insekten waren nervig, leider waren heute wieder einige unterwegs. Wir zwei auf den Reitplatz, da stand ne leere Bierkiste, ich dachte, die nehme ich als Aufstiegshilfe. Nepomuk wollte daneben aber nicht stehen bleiben, sobald ich auf der Kiste stand, ging er rückwärts weg.

Steig ich halt vom Boden auf und hoffe, daß der baumlose Sattel nicht verrutscht. Er blieb brav stehen, wie es sich gehört, mache ich nun immer so. Nepomuk kann ja quasi noch nix, wir sind auf dem Reitplatz, damit er was lernt, z. B. auf Schenkel- und Zügelhilfen zu reagieren. Ich sage derzeit noch z. B. „Schritt“, „Trab“ oder „rückwärts“ dazu, damit er lernt, was sie Hilfen zu bedeuten haben.

Ich bin ja nicht der große Pferdeausbilder *g*, gebe mir halt Mühe, ihm zu vermitteln, was erwartet wird, dabei wird mit verbalem Lob nicht gespart. Beim Rückwärts gehen hatte ich anfangs den Befehl vergessen, da wußte er gar nicht, was ich wollte. Auf „rückwärts“ ging er dann mitten auf dem Platz stehend gerade rückwärts Schritt für Schritt, besser macht es auch kein Profi. Für eine Hinterhandwendung habe ich IIRC kein Kommando eingeführt, ihm also die korrekten Hilfen gegeben und dazu leicht mit der Gerte die Flanke touchiert. Einwandfrei hat er das gemacht, Schritt für Schritt, ich habe nur noch gestaunt.

Vorwärts/seitwärts quer durch die Bahn habe ich noch probiert, fürs erste Mal hat es gut geklappt. Mitte einer Längsgeraden seitwärts bis zum Ende der anderen Geraden gehen, dabei bleibt der Pferdekörper parallel zu den Längsseiten. Den verwahrenden äußeren Schenkel habe ich weggelassen, sowas kennt er (noch) nicht, das verwirrt nur.

Nepomuk hatte ja noch nie ein Gebiß im Maul, den LG-Zaum verschnalle ich nicht allzu fest, es tut ihm jedenfalls nicht weh, falls ich mal stärker am Zügel ziehen muß. Ich achte immer auf leicht angelehnte Zügel und gebe sehr sachte Paraden, er soll ja auf feinste Hilfegebung reagieren.

Nach ca. 1/2 Std. hatte Nepomuk keine Lust mehr, da er mit Spaß dabei sein soll, habe ich aufgehört. Er durfte Gras auf dem Vorplatz fressen, sein Zusatzfutter bekam er ja erst später mit Barbie zusammen.

Zurück im Stall, ging er gleich wieder zum Scheuern :-(, ich weiß nicht, woher bei diesen kalten Temperaturen die ganzen Stechviecher herkommen.

Eine nette neue Stallkollegin kam, ich habe gefragt, wie es mit einem gemeinsamen Ausritt steht. Die meisten sind ja berufstätig und abends wird es nun schon um sechs dunkel, schwierig.

Wir haben uns auf morgen geeinigt *freu*, 15.00 Uhr im Stall, ich hoffe, es schüttet nicht wie aus Eimern. Sie hat eine große braune, sehr liebe Stute, Nepomuk kennt sie noch nicht, wird aber begeistert sein. Ich habe schon gesagt, daß ich vorerst nicht galoppieren will, weil er dann buckelt, kein Problem, hat sie gemeint, prima.

Wir können 1 Std. rausgehen oder zwei, auch wenn Nepomuk lange nicht mehr geritten wurde, ist das für ihn kein Problem. Mein Gewicht mit 48 kg sowie der Sattel, 3,5 kg, ist für einen ausgewachsenen Haflinger gar nichts, auch wenn er keinen Reiter gewohnt ist und daher die entsprechende Muskulatur fehlt.

Ihm macht es im Gelände Spaß, ich werde ihm morgen ein bissi Hafer extra mitnehmen zur Belohnung.

Er ist so ein lieber, süßer Kerl, der sich Mühe gibt zu verstehen, was ich von ihm will. Meine letzte Dressur bin ich vor ca. 20 Jahren geritten, vieles habe ich vergessen und kann es mir nur noch logisch herleiten. Abgesehen davon bin ich kein guter Reiter, mir fehlt die Übung, und vor allem Kondition. Wir zwei bekommen das aber trotzdem hin, wichtig ist, daß die Hafis gesundheitsneutral mit Reiter laufen. Sie müssen im Rücken nachgeben, und das machen beide.

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