20. Juni 2007

Hitzetage

Filed under: Allgemein,Motorrad — admin @ 22:45

Gestern und heute hatten wir hier in München um die 30 Grad, Grundfahraufgaben üben in voller Ausrüstung machen da nur bedingt Spaß. Seit gestern fahre ich mit Jeans anstatt schwerer Lederhose, heute zog ich mal anstatt der Textiljacke eine Lederne von Dainese an, die ich „geerbt“ habe. Geschwitzt habe ich trotzdem viel, so ganz die passende Kleidung für diese Temperaturen muß ich wohl noch finden.

Mit den Übungen komme ich so lala voran, heute hat mir mein Fahrlehrer mal gezeigt, wie man den Kreis richtig mit Schräglage fährt – ich hinten drauf als Sozia.

Enger Radius (quasi voll eingeschlagener Lenker), Schräglage, daß fast die Fußrasten aufgesessen sind, ich dachte, wir fallen jeden Moment um – was geht, weiß ich nun, das heißt nicht, daß ich das fahren kann oder will.

Na, das mit der Schräglage muß ich wohl noch üben, außerdem das Drücken der Maschine beim Ausweichen.

Ich mein, ich drück ja, aber irgendwie reagiert die Karre darauf nicht, ich komme mir dabei vor wie ein Floh auf nem Elefanten.

Für hibbelfreie Bremsen an der Ampel wurde ich heute von Werner sehr gelobt, jetzt habe ich es auch bei der Honda elegant drauf, bei meiner BMW konnte ich das ja schon immer gut. Meine F ist meine Eselsbrücke, ich denk mir nun immer „machs wie bei Gamay“ und dann klappts auch, alles eine Frage des Kopfes.

Zurück an der Fahrschule heute mußte die CBF600 in die Tiefgarage, vor der jeder Schüler Horror hat – sehr steile Rampe, unten eine enge Rechtskurve, IMHO sind das keine 3 m zwischen den Parkbuchten. Früher mal wollte mein Fahrlehrer (Werner), daß ich sie runterfahre, da habe ich mich geweigert, heute habe ich es angeboten :-).

Fahre also von der Straße vors Tor und bin bereits so nervös, daß ich Kupplung ziehen vergesse und sie daher beim Anhalten abwürge – ab liebsten wäre ich gleich abgestiegen, aber erst großkotzig tun und dann kneifen zählt nicht.

Also wieder angelassen und los, um die Kurve elegant zu nehmen, war ich aber zu verkrampft, kaum war ich unten und halb rum, hielt ich an, sicherheitshalber.

Da stand ich nun mit stark eingeschlagenem Lenker, Scheiße, dachte ich, aus der Position anfahren ist ja nicht gerade meine Stärke, bevor ich mir großartig Gedanken machen konnte, fuhr ich einfach los, als ob das nix Besonderes wäre, harhar, geht doch.

Wieder zuhause, steht das Paket mit dem Verkleidungssturzbügel vor der Türe, also kurz ein Kaffee und ran ans Schrauben.

Wartungsbuch raus, Kette spannen, danach die Achsmutter mit 100 Nm anziehen, tjo, so ohne Drehmomentschlüssel muß das halt „aus dem Gefühl“ gehen. Die Schraube war ja gut fest angeknallt, als ich sie öffnen wollte, daher muß ich sie mit Kraft wieder zudrehen.

Ratsche dran, mit dem Fuß drauf, zum Schluß hab ich mich draufgestellt, und mit Gewicht und Kraft die Achsmutter zugeknallt, das dürfte halten.

Dann die Kette eingeölt (gereinigt hatte ich sie ja schon vor ein paar Tagen), ohne den Hinterreifen zu treffen, endlich mal ne leichte Übung.

Nun zum Sturzbügel, die Schraube im linken Rahmen ist hartnäckig und mit dem Bordwerkzeug läßt sich kein Hebel bewirken, also hole ich ne kleine Zange und mit Mühe bekomme ich sie auf, die kleinen gehen leicht.

Zum Schluß die im rechten Rahmen, Zange als Hebel, nix bewegt sich, so kurz vor dem Ziel scheitern? Hah, wollen wir doch mal sehen, ich hole eine riesige Rohrzange als Hebel, volle Kraft voraus, ah ja, rührt sich, gewonnen :-).

Sturzbügel montiert, die neuen Schrauben haben Innensechskant, dafür habe ich Ratschen, fix sind die zwei Teile angebracht, hilft hoffentlich was, sie schauen jedenfalls gut aus :-).

Gamay

Der RR-Oeltemperaturanzeiger kommt, man muß ja schließlich wissen, ab wann man die Möhre treten darf *hihi*, bei Gamay wird der anstatt des Oelstabes eingesetzt, der sich ja vorne in der Tankattrappe befindet, also im Blickfeld, prima gelöst.

Die handpolierten Lenkergewichte (so ein Einzylinder vibriert ja ein bissi mehr als als Vierzylinder, was bei längerer Fahrt unangenehm sein kann, daher Lenkergewichte, mir gefallen die übrigens sehr gut) würden mir noch raushängen, da bleibe ich dran, außerdem besorge ich mir noch das Reparaturbuch für Gamay, an ihr Schrauben macht Spaß und ich liefere nur doitsche Wertarbeit ab, ist Ehrensache, kein Pfusch, ist ja nicht mein Roller *g*.

Gewichtsmäßig brauche ich eh keine Rücksicht nehmen, ob Gamay 193 kg wiegt oder 5 kg mehr, spielt für meine Ambitionen keine Rolle, außerdem bin ich ja nicht so schwer mit 52 kg, kommen wir zusammen auf 250 kg, das paßt.

Ok, fürs echte Enduro-Fahren sind wir ein bissi zu schwer, wobei, wiegt die Karre 140 kg und der Fahrer samt Schutzkleidung 100 kg, sind das zusammen auch nur ca. 15 kg (ich hab ja auch was an) weniger als Gamay mit mir.

Aber wir fahren ja kein Hard-Enduro, sondern nur Plüschiges für Schrankwände, außerdem kommts ja eh immer auf den Fahrer an *räusper*.

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