20. November 2011

Randale in der Futterkammer

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 20:38

Wir haben zwei Schlösser an der Türe zur Futterkammer, dazu einen Drehknopf zum Öffnen. Jemand hatte die Schlösser heute nicht zugemacht, Barbie kann den Drehknopf öffnen. Die Deckel der Futtertonnen muß man seitlich drehen, bevor man sie abnehmen kann – auch das beherrscht sie.

Als ich kam, teilte mir der Isi-Besitzer mit, er hätte gerade die Türe geschlossen, die Hafis hätten ein Chaos angerichtet. Meine Tonne mit Safe & Sound, ein spezielles Futter für Rehepferde aus England, war umgeworfen, den Deckel haben sie ein wenig zertreten. An das Futter kamen sie aber nicht ran, weil ihre Schüsseln drauflagen und nicht beim Umstoßen rausfielen. Die Tonne mit den Heucobs war ohne Deckel, die sind aber nicht sonderlich beliebt.

Es gibt noch eine Tonne mit uraltem Müsli, die war umgeworfen. Wieviel da drinnen war, weiß ich nicht, nun ist kaum mehr was übrig. Eimer umgeschmissen und runtergeworfen, Mistgabel und diverse andere Gabeln am Boden verstreut.

Aufgeräumt war schnell, für Barbie ist Müsli halt gar nichts, schon gar nicht in großen Mengen. Ich vermute, beide haben ziemlich zugelangt, eine Kolik bekamen beide nicht, immerhin. Ich werde das alte Müsli demnächst entsorgen und mir neue, mäuse- und einbruchsichere Futtertonnen besorgen, deren Deckel Barbie nicht mit der Nase abdrehen kann.

Barbie ist ja unheimlich intelligent, Nepomuk weniger *g*, sie kann auch das Eingangstor öffnen, wir werden es nun wieder zubinden müssen. Wenn sie Hunger hat und wieder einigermaßen laufen kann, sind beide schnell mal draußen Wobei das derzeit nicht gefährlich ist, keine Wintergerste, die sich sich reinhauen können, sie würden halt sämliches Gras in der Umgebung fressen. Da das durch Bodenfrost in der Nacht quasi keine Nährstoffe mehr enthält, auch kein Fruktan, ist das für Barbie ungefährlich.

Das mit der Strahlfäule hat sich GsD nicht bestätigt, schaut auf dem Foto nur so aus, ist wohl Sand. Drei Hufschuhe zog ich ihr heute aus, einen fand ich ganz am Ende der Weide. Sie bekam auf alle vier Sohlen samt Strahl StrahlNiem drauf und keine Schuhe mehr an. Die doppelten Sohlen müssen ja irgendwann mal abfallen, das gelingt nur durch Abnutzung.

Mir ist jetzt auch eingefallen *g*, wieso Barbie keinen Huf auf den Bock stellt. Ihre Sohlen haben ja kein Gewölbe durch die doppelten Sohlen, da gibt es nichts, was einem Huf auf dem Bock Halt geben könnte. Vergleichbar kann man seinen eigenen Fuß mit Schuh auf einen Hufbock stellen, da der keinen Halt hat, muß man den Fuß ständig halten und ausbalancieren, um nicht seitlich runterzufallen.

Heute lief wie ein wenig entspannter als gestern, den Druck auf die doppelte Sohle habe ich heute nochmals erhöht, da sie keine Schuhe mehr anbekam. „Tragrand“ ist ja kaum mehr vorhanden, nach dem nächsten Raspeln gar keiner mehr. Wenn sich die doppelte Sohle nicht natürlich entsorgt, nachdem ich fertig bin mit Raspeln, werde ich einen Hufbearbeiter holen, der die entfernt.

Bisher ist die ja ein guter Schutz, die Natur hilft sich selber. Wichtig ist vorerst, daß ich die Wandüberstände entferne, was danach angesagt ist, entscheide ich, wenn es soweit ist.

Grundsätzlich leuchtet ein, daß bei einer Hufbeinrotation das Hufbein langsam wieder parallel zur Hufwand gestellt werden muß, d. h. kurze Trachten (die hat Barbie eh, weil sie die Zehe entlastet, die dadurch weggeschnabelt ist) und eine gekürzte Zehe. Die Hufwand sollte man längs nach Natural Hoof Care nur im unteren Drittel beraspeln, mehr würde den Hufbeinträger zu stark belasten. Neues Horn wächst ja parallale zum Hufbein runter, es geht nur um das alte nach dem Knick (Reheschub). Das muß man so bearbeiten, daß das Pferd möglicht schmerzfrei ist, was natürlich nicht heißt, daß es wieder gesund ist, wenn es normal läuft.

Auffällig ist ja, daß Barbie, wenn sie bereits „angeschlagen“ war, nach dem Ausschneiden, wo man ihr an der Sohle rumgeschnitzt hat, schlechter gehen konnte als vorher. Normalerweise sollte das Pferd nach der Hufbearbeitung besser laufen als vorher, sonst hat man einen Fehler gemacht. Bei Barbie wurden viele Fehler gemacht, jeder hat so seine Methode – ich habe keine. Ich mache das, was nötig ist, damit der Huf sich selbst heilen kann – an der Sohle rumschneiden gehört nicht dazu.

Gesund ist das Pferd, wenn der Huf zwei mal komplett neu nachgewachsen ist, es keinen Reheschub hatte und man ansonsten alles korrekt gemacht hat. Bis dahin hat Barbie chronische Hufrehe, wobei man die Ursache natürlich auch nicht vergessen darf.

Aktionen wie heute, wo Barbie sich möglicherweise kiloweise Müsli einverleibt hat, tragen sicher nicht zur Gesundung bei, ebenso wenig Heulage.

Nepomuk war ziemlich satt, als ich heute kam, Barbie nicht ganz – das läßt hoffen, daß sie nicht so viel abbekam.

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