18. Dezember 2009

Nepomuk, das Schaukelpferd

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 20:22

-5 Grad und Sonnenschein, ich bewaffne mich mit Sicherheitsweste und Helm (zum ersten Mal überhaupt) und reite mit Nepomuk ins Gelände. Zwischen Wald und Koppeln traben wir ein Stück und biegen am Ende des Weges nach links ab. An der ersten Kreuzung will er den Weg links zurück zum Stall nehmen, ich will aber gerade aus. Als er merkt, ich lasse ihn nicht, wird er bockig, geht rückwärts in den unebenen Acker rein und stolpert. Rückwärts gehen macht er immer dann, wenn ihm was nicht paßt, er macht das auch 10 m oder mehr.

Mir fehlte die Geduld für seine Bockigkeit, für sowas hatte ich ja die Gerte mitgenommen. Er bekam einen Klaps auf den Hintern und es ging wieder vorwärts. Wir kommen auf den Grasweg, wo selbst mein Stolperheini eigentlich nicht hinfallen kann, antraben und auf Kommando Galopp. Ich hab mich gefreut, wie brav er läuft, leider zu früh.

Wir kommen zum Ende des Weges, ich bin am Bremsen, da stolpert er, schaukelt fast im Stand zwei Mal vor und zurück und mich haut es in Zeitlupe vorne runter, genau auf die Schotterstraße natürlich. Uhhh, Schmerz laß nach, es ist wohl eine Beckenprellung – na, immerhin bin ich nicht auf den Bruch gefallen, sondern mehr oder weniger auf den Rücken.

Ich konnte erst mal gar nicht aufstehen vor Schmerzen, Nepomuk stand erst belämmert da und hat dann nach Grasbüscheln gegraben. Meine Sicherheitsweste ist super, immerhin hat sie den Aufprall für den Rücken stark abgemildert.

Auf dieselbe Weise hat er schon meine Nichte und deren Freundin ein paar Mal abgeworfen, er schaukelt und man fliegt runter, ohne eine Chance zu haben.

Nepomuk versorgt und aufgeräumt, jede Bewegung schmerzhaft, Heu aufgefüllt und mir von Elisabeth genau von den Schandtaten meiner Pferde letztes Wochenende berichten lassen.

Der Schnee hat sie wohl kirre gemacht, nachts ist Nepomuk in den vorderen Offenstall mit den 8 Pferden eingebrochen, man weiß nicht wie. Das muß ne riesen Action gewesen sein mit ordentlich Schlägerei :-(, früh stand Nepomuk in der Ecke und die anderen am Heu. Anscheinend sind Pferde zu doof, wieder da zurückzugehen, wo sie durchgekrochen sind.

Am nächsten Tag ist er in den Treibgang eingedrungen und hat nicht mehr rausgefunden, tjo, selber schuld.

Die Nacht darauf haben meine oder wer auch immer die Stromabzäunung zu den drei Pferden im letzten Offenstall durchbrochen und es gab Action. Als Peter früh kam, war Nepomuk hektisch und verfing sich in  einem Stromseil, dabei hat er sich ein wenig am Bein verletzt, ist aber nur ein Kratzer.

Glücklicherweise ist kein Pferd bei den ganzen Schlägereien verletzt worden, fast ein Wunder, die acht hätten Nepomuk ja locker zusammentreten können, der Paddock ist nicht besonders groß.

Mei, es sind Pferde, die machen schon mal Schmarrn, wenn Schnee fällt – von Barbie hätte ich es eher vermutet.

Was solls, Schnee drüber :-), hoffentlich hat Nepomuk daraus was gelernt und macht solchen Unfug nie wieder.

Zuhause mußte ich ne Schmerztablette nehmen, mir tut alles so weh, aber das bin ich inzwischen ja fast gewohnt *g*. Ich glaube, ich spendiere Nepomuk auch Beritt, meinen Knochen zuliebe.

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