24. Januar 2013

Reiten mit Handpferd

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 18:33

Gestern war ich krank, blöd, das Wetter wäre zum Ausreiten super gewesen. Heute ging es mir wieder einigermaßen, dafür war das Wetter trübe, ich überlegte, was ich denn machen sollte. Wenn ich mit Handpferd mal ausreiten könnte, wäre das natürlich super, also beschloss ich eine Übungseinheit auf dem Platz.

Barbie geholt, beim Putzen fiel mir auf, daß ihr Fell schöner glänzte als noch vor 1 Woche. Bei den Erfahrungsberichten zu „Huf-Regulator“ schrieben ja einige, daß ihre Pferde schnell glänzten wie die Speckschwarten :-), bei Nepomuk (ungeputzt) dasselbe.

Barbie bekam den VS-Sattel drauf, geplant war, erst mit ihm als Handpferd zu reiten und dann zu wechseln. Zaum tat ich keinem einen drauf, Halfter mit Führstrick als Zügel mußte reichen. Ich nahm beide mit auf den Platz und stieg auf Barbie auf, sie marschierte gleich los, Nepomuk frei hinterher. Meine Gerte, die ich sicherheitshalber mitgenommen hatte, warf ich in den Schnee, danach hielten wir an und ich nahm seinen Strick auf, den ich ihm über den Hals gelegt hatte.

Barbie lief eifrig, Nepomuk links versetzt an ihrem Hintern und wurde daher gezielt getreten – sie mag das nicht. Also versuchte ich, Nepomuks Nase zumindest bis zu meinem Bein zu ziehen, so daß er seitlich mitläuft, Das gelang kaum, er ließ sich immer wieder zurückfallen, daher trat Barbie wieder nach ihm.

So wird das nichts, also ließ ich Nepomuk frei und ritt mit Barbie ein paar Runden Schritt, sie war super drauf und wollte traben, was ich verhinderte. Ich dachte mir, ich wechsel mal das Pferd, stieg ab und nahm Barbie den Sattel ab, um ihn Nepomuk aufzulegen.

Er wich ständig aus, also holte ich eine Peitsche und ließ ihn frei ein wenig traben – Barbie saß mir dabei ständig im Genick. Sie hat wohl noch nie was von Individualabstand zum Herdenchef gehört, ein paar mal zuckte meine Hand nach hinten und batschte ihr leicht auf die Nase. Nepomuk trabte derweil fleissig frei auf dem Zirkel, wollte immer wieder zu mir kommen, was ich erlaubte. Den Sattel durfte ich aber nicht auflegen, ähnlich wie beim Aufsteigen auf dem Platz wich er ständig zurück.

Komisch, früher hat das immer geklappt, daran werde ich mit ihm arbeiten.

Barbie klebte immer noch an mir, hielt aber etwas mehr Abstand, Nepomuk trabte seine Runden, plötzlich werde ich von Madame in meinen linken Ärzmel gezwickt. Da fiel der „Watschenbaum“ um, bildlich gesprochen. Die Peitsche hielt ich ja in der Hand, drehte mich reflexartig um, Barbie wich zurück, ich hob die Peitsche und schlug ihr eine auf den Hals. Barbie stob buckelnd im Galopp davon, Nepomuk fand das toll und rannte mit, ich ließ beide dann ein paar Runden galoppieren.

Barbie bettelt gerne und ist dabei sehr aufdringlich – nur weil ich Karottenstücke in der Tasche habe, heißt das nicht, sie darf sich was herausnehmen. Sie bekam früher schon öfters mal einen Batsch auf die Nase, wenn es mir zuviel wurde; ich denke, ich war da nicht konsequent genug. Sie hat mich heute gezwickt, weil sie eine Belohnung wollte – das wird sie sich zukünftig hoffentlich besser überlegen.

Ich bin kein Freund von Gewalt, aber ich lasse mich von Barbie weder bedrängen noch zwicken, heute hat sie mal eine sehr deutliche Ansage bekommen. Danach war alles paletti, sie war ständig an meiner Seite bzw. schräg hinter mir, hielt Abstand und achtete auf jeden meiner Schritte. Beim Longieren läuft man selber ja relativ wenig, nur kleine Kreise, Barbie mußte quasi ständig Hinterhandwendungen gehen, um parallel hinter mir zu bleiben. Nicht einfach für ein Rehepferd, ich habe es ihr aber nicht angeschafft, als ich abgestiegen war, hätte sie machen können, was sie wollte.

Nachdem es mit dem Satteln von Nepomuk frei auf dem Platz nicht klappte, hörte ich auf; den Sattel mußte ich selbst zurück in die Kammer tragen, die Hafis ließ ich derweil auf dem Platz. Danach holte ich beide und führte sie raus, heute bekamen sie zusätzlich eine warme Mash-Mahlzeit. Barbie bekam die neue Huf-Creme auf die Hufwände, Nepomuk nix.

Beide sind ziemlich gut drauf :-), bis ich abfahre, stehen sie immer am Ausgang. Man sieht auf dem Foto gut, daß noch von der Fütterung vormittags einiges Heu rumliegt, das Foto habe ich um 16.00 Uhr gemacht, um 17.00 Uhr wird für nachts gefüttert. Trotzdem sind beide nicht dick, Barbie ist als barocker Hafi halt wesentlich breiter in der Brust und sonst auch.

Der Schnee derzeit ist für Barbies Hufe ideal, keine piecksenden Steine mehr. Da können wir am Sonntag beim Ausritt mal ausgiebig galoppieren – jippppeeee :-). Dani hat ja eine prima Strecke ausgemacht, wo die Hafis rennen können, bis sie nicht mehr mögen – super.

Hafer bekamen sie das letzte mal am Samstag, der ist nun aus, war eh nur eine kleine Hand (meine) voll für jeden. Meine letzten Kräuter sind auch bald zu Ende, damit wird die Futterzusammenstellung bald einfacher. Den Stallmeister habe ich heute bezüglich Heu befragt, es herrscht Kupfer- und Selenmangel, was ich mit meinem Zusatzfutter schon immer ausgleiche, ebenso Zink.

Im Hufkurs habe ich gelernt, daß Kalzium schlecht fürs Pferd ist, weil es das einlagert und erst dann abbaut, wenn ein Problem vorliegt. Dadurch entstehen z. B. Hufknorpelverknöcherungen, der Kalziumgehalt im Zusatzfutter sollte also so gering als möglich sein. Diese Seite erklärt das besser; seit Sandra mich im Sept. 2012 ganzheitlich beraten hat, bekommen beide Hafis ja zusätzlich Trimagnesiumcitrat, alle 2 Tage einen halben EL. Zur Eisenversorgung habe ich auch was gefunden, mit zunehmendem Alter der Pflanzen sinkt der Eisengehalt im Gras/Heu.

Bei uns im Stall stehen die Pferde auf Magerweiden, die seit 20 Jahren bestehen und nie gedüngt werden, ebenso wird das Heu von alten, ungedüngten Wiesen gemacht – ergo dürfte der Eisengehalt im Gras/Heu ziemlich gering sein. Außerdem mäht unser Stallmeister nur 2 mal pro Jahr, das ist dann überständiges Gras. Einen Eisenüberschuß schließe ich daher bei meinen Pferden aus, auch ohne Heuanalyse.

In einem Forum habe ich ja einen Thread zu „Huf-Regulator“ gestartet und wurde kritisiert, der ist dann zum Thema „Mineralisierung“ übergegangen. Da werden jetzt Heuproben in die USA zur Analyse geschickt, eigentlich sollte man dieselben Proben an zwei Labos schicken, damit man die Ergebnisse vergleichen kann – vermutlich sind es nicht dieselben.

Die Leute machen sich Arbeit und geben Geld aus, ohne auf ein gesichertes Ergebnis hoffen zu können. Dann lassen sie MiFu nach ihren Wünschen zusammenstellen; Leute, die das gemacht haben, berichteten, daß sie keinen Unterschied zu früher feststellen konnten.

Warum wundert mich das jetzt nicht?

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