13. Februar 2013

Platte Pferde

Filed under: Allgemein — admin @ 19:01

Gestern hat es fast den ganzen Tag geschneit, ich habe 2x Schnee geschippt. Auf den Straßen kamen sie mit dem Räumen nicht nach, ich fuhr trotzdem in den Stall, langsam halt – am Dienstag mache ich ja immer Hufbearbeitung.

In der Früh habe ich mir mit mein selbst gemischten Hautöl die Haare geschmiert, sie danach gewaschen, ich fand, das hat meinen Haaren gut getan. Mein Hautöl ist hauptsächlich für den Mähnenkamm und Schweifrübe gedacht, um den Haaransatz zu pflegen und das Haarwachstum zu stärken. Das Fell der Hafis glänzt bereits schön, in Ausnahmefällen werde ich ein wenig Öl auf ein feuchtes Kosmetiktuch geben und sie damit abreiben. Aber erst, wenn der Winter vorbei ist – dann für ein paar schönes Fotos mit gewaschenem Schweif und Mähne :-).

Gestiegen ist Barbie gestern nicht, sie war noch ziemlich platt von unserem Ausritt am Sonntag. Beim Raspeln kam ich ziemlich ins Schwitzen, habe daher nicht so viel geschafft, wie ich mir vorgenommen hatte. Wände begradigt habe ich wieder ein wenig am stehenden Huf, war zu faul für den Hufbock, der ja mit Barbie ziemlich anstrengend ist.

Rechts vorne seitlich, die Hornröhrchen im Trachtenbereich habe sich mE etwas aufgerichtet. Ihre untergeschobenen Trachten sind ein langwieriges Geschäft, Trachten kürzen ist bei Barbie kaum drinnen, weil die eh schon ziemlich niedrig sind. Mein Ziel ist, daß die Trachten sich aufrichten, ich lasse sie daher in Ruhe und raspel immer nur was von der Zehe weg. Das gibt mehr Last auf die Zehe, die ist aber extrem kurz, so daß das nichts ausmachen dürfte.

Die Hornröhrchen und die Trachte stehen rv derzeit bei ca. 45 Grad, IIRC bei unter 6 Grad im Vergleich zur Zehenachse gelten sie nicht mehr als untergeschoben. Barbies Zehenwinkel beträgt laut Röbi ca. 52°, wir sind also auf einem guten Weg.  Vor 6 Wochen sah das noch völlig anders aus, wenn man nach den Hornröhrchen geht.

Rechts vorne die Sohle gestern, ich raspelte, bis die Arme schmerzen und man sieht nix. Heute früh schaute ich mir nochmals die Fotos an und war mit meiner Arbeit unzufrieden. Außerplanmäßig fuhr ich daher heute wieder in den Stall und machte mich erneut ans Werk. Außen seitlich habe ich einiges weggeraspelt, weil die laterale Hufhälfte weiter ist, und die äußere Eckstrebe stark zurückgeschnitten und die Trachte etwas runtergenommen. Bei der Delle in der Zehe würde ich auf Hornsäule tippen, rv wurde diesbezüglich nie geröngt. Oder es sind immer noch die Nachwirkungen von dem Loch, was der TA im Juli 2012 bis zur Lederhaut geschnitten hat. Die Zehe weiterhin kürzen, verlangt das Sohlenbild eigentlich, von der Seite sieht man, daß ich für meinen Geschmack nicht noch mehr wegnehmen kann.

Medial hat Barbie kaum doppelte Sohle, das sieht man hier sehr gut, da kommt eine prima Sohlenwölbung zum Vorschein. Seitlich außen und in der Mondsichel befindet sich noch eine Menge doppelter Sohle, ich werde sie nicht wegschneiden, sie wird abfallen, wenn der Huf sie nicht mehr braucht.

Links vorne habe ich gestern auch einiges geraspelt, die äußere Seitenwand flüchtet nach dem 17 km Ausritt stärker. Von der nahm ich heute einiges weg, die Eckstrebe medial weiter gestutzt und den Tragrand/Trachte und so weit als möglich auf Sohlen(schwielen)niveau angepaßt. Gestern war die laterale Eckstrebe ja eher ein Häufchen Elend, heute war sie wesentlich stärker beinander – unglaublich, wie schnell das gehen kann.

Die Sohlenwölbung verstärkt sich, auch bei dem Huf ist noch einiges an doppelter Sohle vorhanden. Strahl und Ballen schauen derzeit nicht gut aus, ich habe Barbie gestern Hoof Solution aufgetragen – das ficht sie aber nicht an.

Bei links hinten gestern beakm ich fast Zustände, will sich der Huf jetzt auch noch verkleinern? Im Zehenwinkel steht er noch zu flach, das läßt sich doch auch langsam korrigieren – wenn der Huf es schnell will, muß ich viel raspeln. Ja gut, die Seitenwände sind auch nicht besonders gerade … aber das muß doch nicht in diesem rasanten Tempo gehen.

Heute erst mal die starke innere Eckstrebe runtergeschnitten und den Huf „rund“ gemacht, von der Zehe was weggenehmen – das reicht nicht, die Zehe will kürzer werden. Ich bin Barbies Hufskalve, ihre Hufe geben vor, was ich zu tun habe.

Mit ihrem Hufwachstum mitzuhalten, ist ne Menge Arbeit, aber ich wollte es ja nicht anders. Eine Stallkollegin meinte heute, ich würde sehr viel Hufbearbeitung machen, stimmt, 2x pro Woche 1,5 Std. – danach bin ich platt. Der Ausritt am Sonntag ist für mich der schönste Tag in der Woche, durch den Schnee galoppieren ist einfach traumhaft. Wegen einer Belastungsrehe habe ich bei Barbie immer ein wenig Angst – die wäre bereits eingetreten, wenn ich sie überlastet hätte.

Rechts hinten heute, gestern so, mir scheint, der Huf will sich in der Zehe kürzen, was ich heute ansatzweise erledigt habe.

Nepomuks Hufe bekamen heute das volle Programm, Beton-Eckstreben schneiden, ich kam ganz schön ins Schwitzen. Seine Hufe kommentiere ich morgen …

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