17. Mai 2013

„geturnt“ auf den Hafis

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 17:07

Heute war ich im Stall, um Nepomuk wieder zu behandeln, er hatte sich ja kürzlich die Schweifrübe ziemlich malträtiert. Ich machte Huffotos für den nächsten Bearbeitungstermin nächste Woche, links hinten bei Barbie ist mir völlig entglitten. Sie lahmt leicht rv, evtl. liegt das ja an dem miesen Huf links hinten.

Nach dem Putzen holte ich mir eine Aufstiegshilfe und „turnte“ ein wenig auf Barbie rum, längs drauflegen, seitlich sitzen („Damensitz“), verkehrt rum sitzen, zum Absteigen Bein über den Mähnenkamm schwingen. Sie blieb völilg ruhig, war heute nicht so zappelig wie die letzten Tage.

Danach machte ich Huffotos, als ich links hinten von vorne sah, habe ich gleich zur Raspel gegriffen und außen ein wenig weggeraspelt, berundet, danach mit dem Messer eine Senke geschnitten. Das mache ich ja schon länger, Erfolg hat sich bisher keiner eingestellt, im Gegenteil, die laterale Wand hebelt immer stärker weg. Ein weiteres Foto, bei dem es nicht ganz so dramatisch aussieht, d. h. der Huf wächst gerade nach. Die Sohle heute, eigentlich nicht allzu schlimm, seitlich kommt mir die innere Trachte höher vor als die äußere. Ich werde so vorgehen, wie ich es bei Martin im Hufkurs gelernt habe: Trachten kürzen, Eckstreben und evtl. Strahl anpassen, Tragrand auf Sohlenniveau, Zehe kürzen. Das ist noch nicht alles, ist werde die laterale Wand fast bis zur weißen Linie wegraspeln und begradigen, außerdem die Zehe lateral stärker kürzen, so daß die Symmetrie wieder stimmt.  Ein bissi radikal ist das schon, mit Berunden und Senke bekomme ich das Problem aber nicht in den Griff.

Hufbock ist bei Barbie hinten schwierig bis unmöglich, ich werde es trotzdem probieren; wenn sie verweigert, muß ich die Wände halt am stehenden Huf begradigen. Rechts hinten schaut ein wenig besser aus, beide Seitenwände flügeln noch ein wenig weg, die Sohle heute – der bekommt dasselbe Programm wie links hinten, aber ohne eine krasse Kürzung einer Seitenwand.

Rechts vorne schaut mir gar nicht schlecht aus, der Strahl kommt in die Gänge, die Eckstreben haben sich wieder übergelegt. Trachten weiter kürzen traue ich mich vorerst nicht, ich weiß ja nicht, warum sie rv leicht lahmt. Die Hufknorpel und das Strahlkissen habe ich abgedrückt und im Vergleich zu Nepomuk keinen Unterschied feststellen können. Barbie hat ja vorne angeblich eine Hufknorpelverknöcherung, außerdem ist das Strahlbein verschoben, ich kenne mich damit nicht aus. Als Laie würde ich meinen, durch diese Veränderungen ist der hintere Hufbereich empfindlich, die geschädigten Strukturen müssen sich erst wieder an verstärkte Belastung gewöhnen. Durch das Kürzen der Trachten kam vermehrt Last auf diesen Bereich, das könnte der Grund für die leichte Lahmheit sein.

Das Loch rv, was bisher an Horn nachgewachsen ist, schaut gesund aus. Ich werde mal die Wände begradigen und die Zehe ein wenig kürzen, dann sehen wir weiter. Links vorne schaut ziemlich brutal aus von vorne, ich werde bei dem auch die Wände ein wenig begradigen. Priorität hat, Barbie wieder lahmfrei zu bekommen, sie muß ja bewegt werden. Mir kommt sie täglich dünner vor, obwohl nun angeweidet ist – heute gab es noch Heu zusätzlich zu ein paar Std. Magerweide, damit ist vermutlich bald Schluß. Der Stoffwechsel muß sich nun von nur Heu auf Gras + Strohl umstellen, ich bin gespannt, wann man das an den Linien an den Hufwänden sieht. Vor 9 Tagen wurde dazu noch entwurmt, in kurzer Zeit also viel Belastung für den Stoffwechsel.

Aber gut, letztes Jahr um die Zeit waren ihre Hufe wesentlich desolater, ihr Allgemeinzustand auch, sie hat das weggesteckt. Dazu kamen 2012 noch die drei Abszesse, Barbie stand deswegen immer wieder ein paar Tage in der Krankenbox, wo nur Heu gefüttert wird. Also quasi ein ständiger Futterwechsel, mal Gras + Stroh, dann wieder Heu. Dieses Jahr bekommt sie neben Equimont (wie 2012) noch Pferdehanf, der hilft sehr gut bei Stoffwechselproblemen, außerdem entgifte ich beide (Leder) ja seit Sept. 2012 1x pro Woche homöopathisch.

Nepomuk geholt, ihn behandelt und „Turnübungen“ gemacht. Als ich mit der Aufstiegshilfe kam, war er etwas nervös, das legte sich aber schnell. Dasselbe gemacht wie bei Barbie, mich außerdem noch auf die Kuppe gesetzt und dann hinten runterrutschen lassen – das war lustig :-). Bei Barbie habe ich mich das heute nicht getraut, denke aber nun, sie macht das auch problemlos mit. Mich auf die Kuppe knien, habe ich mich nicht getraut, habe ja kein räumliches Sehen und daher kaum Gleichgewichtssinn. Was ich noch üben möchte, ist, unter dem Hafi-Bauch durchzukrabbeln, danach mich zwischen den Vorder- und Hinterbeinen durchzuwursteln. Bei Nepomuk hätte ich Null Bedenken, Barbie ist hinten ein wenig schwierig, da lasse ich das hinten rauskriechen lieber.

Ein nettes Foto habe ich heute noch gemacht, Barbie mit Stallkollegen.

Nepomuk links hinten lateral, der Zehenwinkel ist immer noch zu flach – der sollte bei ca. 55 Grad liegen. Rechts hinten dasselbe Problem, da werde ich demnächst nicht nur ein wenig, sondern massiv die Zehen kürzen. Rechts vorne lateral, ich sehe keinen riesen Unterschied zum 15.04.2013. Von der Seite sieht man aber, daß ich die Trachten um mindestens die Hälfte gekürzt habe. Viel geht nicht mehr, wenn ich die Eckstreben besser definiert habe, sieht man besser, daß sich das Trachtenende fast an der breitesten Stelle des Strahls befindet. Die Wandtrennungen habe ich nun im Griff, denke ich, insgesamt ist der Huf noch etwas zu lang.

Ein guter Huf, aber noch kein perfekter 🙂 – wäre ja auch langweilig, wenn ich nicht wüßte, was ich (an meiner Bearbeitung) verbessern kann. Mir macht Hufe analysieren Spaß, ich bin erst zufrieden, wenn alle acht Hafi-Hufe jeder Kritik standhalten. Aus Fehlern lernt man, bisher sind mir noch keine besonders Dramatischen  unterlaufen, Barbies Huf lh bekomme ich schnell wieder hin.

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